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Abo-Widerspruch: Wingo-Hotline lässt Kunden 45 Minuten warten

Abo-Widerspruch: Wingo-Hotline lässt Kunden 45 Minuten warten
Source:20min

Ein Wingo-Kunde wollte einer Preiserhöhung widersprechen, landete aber in der Endlos-Warteschleife. Er vermutet Absicht dahinter. Wingo widerspricht.

Wingo warb einst mit Handy-Abos zum lebenslang gleichbleibenden Preis . Doch im September erhöht die Swisscom-Tochter zum zweiten Mal in zwei Jahren das Monatsabo um einen Franken und bietet dafür bessere Leistungen wie mehr Roaming im Ausland. Wer das nicht will, muss sich aktiv bei dem Unternehmen bis Ende August melden. Das sorgt bei mehreren Leserinnen und Lesern von 20 Minuten für Unverständnis. News-Scout R.* sagt: «Ich finde es eine Sauerei, dass man sich für etwas melden muss, das man gar nicht bestellt hat. Ausserdem will ich gar nicht mehr Roaming.» R. habe versucht, sich beim Kundendienst zu melden, um dem Abo-Wechsel zu widersprechen. Doch er sei 45 Minuten in der Endlosschleife gefangen gewesen und habe die Computerstimme gehört, die um Geduld bat und ihm sagte, er werde mit einem freien Mitarbeiter verbunden. «Hätte wahrscheinlich den ganzen Tag warten können» In der Zwischenzeit habe er den Handy-Lautsprecher eingeschaltet, das Gerät zur Seite gelegt und den Geschirrspüler ausgeräumt, bis er schliesslich kapitulierte und auflegte. «Das war wirklich eine Zumutung, wahrscheinlich hätte ich den ganzen Tag warten können und es wäre nichts passiert.» Der Wingo-Kunde vermutet, dass dahinter Kalkül steckt. «Die wenigsten werden sich wegen eines Frankens mehr pro Monat melden und viele werden den Termin verpassen, weil sie in den Ferien sind. Doch wer widersprechen will, steht vor so hohen Hürden, dass er aufgibt. Das ist nur noch peinlich für eine Tochterfirma der Swisscom, die mehrheitlich dem Staat gehört.» Das sagt Wingo Eine Sprecherin von Wingo sagt auf Anfrage, das Unternehmen könne nachvollziehen, dass es Kundinnen und Kunden gebe, die das Abo wie bisher beibehalten möchten. Warum das Unternehmen aber nicht die Möglichkeit bietet, dem Angebot mit mehr Leistung zum höheren Preis aktiv zuzustimmen, statt dass Kundinnen und Kunden aktiv widersprechen müssen, sagt sie nicht. Die Sprecherin widerspricht dem Vorwurf, die Kontaktnahme mit Absicht zu erschweren. Wingo habe extra für die Kundinnen und Kunden, die ihr Abo mit lebenslangem Preisversprechen abgeschlossen haben, eine kostenlose Hotline eingerichtet. Weil die Zahl der Kundenanfragen wie erwartet gestiegen sei, habe man zusätzliche Ressourcen eingeplant. Ausserdem sei auch die Kontaktaufnahme über Whatsapp möglich. «Dass es in Einzelfällen dennoch zu langen Wartezeiten gekommen ist, tut uns leid», sagt die Sprecherin. Eine 45-minütige Wartezeit sei eine Ausnahme. Der Leser sagt, er versuche nun, Wingo mit einem Brief zu erreichen.

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