Argentinien-Fans randalieren vor Halbfinale in Atlanta

Erstmals kommt es bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada zu unschöneren Bildern: In Atlanta bekämpfen sich Fans der Argentinier vor dem Spiel gegen England gegenseitig. Die News und Entwicklungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA im Live-Blog.
20:09 Uhr: Tuchel nimmt vor Halbfinale drei Wechsel vor 20:04 Uhr: ➤ Argentinien-Fans randalieren vor Halbfinale in Atlanta 19:24 Uhr: Ausschreitungen in 183 französischen Städten nach WM-Aus 16:50 Uhr: Auch Haiti trennt sich von Nationaltrainer 14:54 Uhr: Kracher-Halbfinale war nicht ausverkauft 14:20 Uhr: Einbruchsversuch bei Lamine Yamal vereitelt 12:35 Uhr: Keine rote Karte? Heftige Olise-Grätsche sorgt für Diskussionen +++ Live-Blog hier aktualisieren +++ ➤ Argentinien-Fans randalieren vor Halbfinale in Atlanta 20:04 Uhr Am Abend vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-WM zwischen England und Argentinien ist es in Atlanta zu kleineren Ausschreitungen gekommen. Vor einer Sportsbar attackierten sich Anhänger der argentinischen Clubs San Lorenzo und Huracan gegenseitig. Die Polizei musste einschreiten. Das berichteten der TV-Sender Fox und die englische Zeitung "The Telegraph". In einem Video ist zu sehen, wie Anhänger Mülleimer und Bänke in Richtung anderer Fans warfen. Zudem wurden Gastro-Mobiliar umgeworfen. Die Sportsbar sprach gegen alle Beteiligten ein Hausverbot aus. Die Polizei von Atlanta bestätigte den Vorfall, machte aber keine Angaben über Festnahmen oder rechtliche Konsequenzen. Im Vorfeld war das Semifinale zwischen England und Argentinien als Hochrisiko-Spiel eingestuft worden. Die Polizeipräsenz wurde erhöht. Bis zu der Randale am Abend waren am Dienstag vor allem friedliche Szenen zu beobachten. So tanzten argentinische Anhänger mit Polizeibeamten Salsa. Wenige Stunden vor dem Anpfiff versammelten sich Tausende Fans des Titelverteidigers in der Nähe des Atlanta-Stadions zu einem Fanmarsch. Zunächst blieb dort alles friedlich. Die bereits im Stadion weilenden Fans Argentiniens pfiffen lautstark, wenn englische Musik wie "Song 2" von Blur gespielt oder die Ankunft der Three Lions auf der gewaltigen Anzeigetafel gezeigt wurde. Als Englands Spieler 90 Minuten vor Anpfiff den Rasen betraten, gab es Buhrufe aus dem argentinischen Block. (dpa) +++ Weitere WM-News vom 15. Juli: Tuchel nimmt vor Halbfinale drei Wechsel vor 20:09 Uhr Thomas Tuchel nimmt beim Halbfinal-Kracher gegen Argentinien drei Wechsel in der Startelf der englischen Fußball-Nationalmannschaft vor. Reece James, Djed Spence und Morgan Rogers beginnen am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Atlanta anstelle von Ezri Konsa, Nico O'Reilly und Noni Madueke, die beim zähen 2:1 n.V. gegen Norwegen im Viertelfinale von Miami gestartet waren. Trainer Tuchel will die Engländer ins erste WM-Finale seit 60 Jahren führen. 1966 hatten diese bei der Heim-WM ihren einzigen Titel geholt. Argentinien träumt hingegen von der erfolgreichen Titelverteidigung. Beim Weltmeister dreht sich erneut alles um Superstar und Kapitän Lionel Messi. Trainer Lionel Scaloni nimmt im Vergleich zum mühsamen Erfolg im Viertelfinale gegen die Schweiz eine Änderung vor. Für Rodrigo De Paul spielt Giuliano Simeone. (SID) +++ Nach WM-Aus: Ausschreitungen in 183 französischen Städten 19:24 Uhr Nach Frankreichs Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen, ohne dass es aber nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam. In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte. 342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1.128 Böller wurden beschlagnahmt. In Grenoble wurde ein 49 Jahre alter Mann, der auf der Terrasse einer Bar das Halbfinalspiel schaute, von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung "Le Parisien" unter Verweis auf die Polizei. Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet. Das Opfer sei bei der Justiz in Zusammenhang mit kriminellen Abrechnungen bekannt gewesen. Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, rund um den es traditionell häufig ohnehin zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen kommt. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern, teilte das Ministerium mit. 188 Menschen wurden festgenommen. An beiden Tagen zusammengerechnet wurden in Frankreich landesweit 701 Autos in Brand gesteckt. (dpa) +++ Auch Haiti trennt sich von Nationaltrainer 16:50 Uhr Nur wenige Tage nach dem WM-Aus hat Haiti die Trennung von Nationaltrainer Sébastien Migné bekannt gegeben. Der französische Coach und der Verband gehen nach eigenen Angaben "im gegenseitigen Einvernehmen" auseinander, wie es in der Mitteilung heißt, die unter anderem auf Instagram veröffentlicht wurde. Dabei hatte Migné das Land erst zu einem historischen Erfolg geführt. Unter dem 52-Jährigen qualifizierte sich Haiti erstmals seit der WM 1974 wieder für eine Weltmeisterschaft. In der Gruppenphase war gegen Brasilien, Marokko und Schottland allerdings nichts zu holen. Nach Niederlagen gegen Schottland (0:1), Brasilien (0:3) und Marokko (2:4) schied Haiti als Gruppenletzter mit 2:8 Toren aus. Trotz des frühen Ausscheidens würdigte der Verband die Arbeit seines Trainers. In der Mitteilung heißt es, Mignés Amtszeit werde "insbesondere durch die historische Qualifikation Haitis für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 geprägt". Diese bleibe "ein bedeutender Erfolg". (skr) +++ Kracher-Halbfinale war nicht ausverkauft 14:54 Uhr Das WM-Halbfinale zwischen den Fußball-Giganten Frankreich und Spanien (0:2) am Dienstagabend war nicht ausverkauft. Laut offizieller Angabe waren 70.176 Zuschauer im Stadion von Dallas, das eigentlich eine Kapazität von 70.649 hat. Etwas weniger als 500 Plätze sind in der Arena also freigeblieben. Der Grund – natürlich – die hohen Ticketpreise bei dieser Weltmeisterschaft. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, waren die günstigsten Tickets am Tag vor dem Duell zwischen Frankreich und Spanien für 1.300 US-Dollar zu haben. Und auch für das WM-Finale am kommenden Sonntag soll es offenbar (wieder) Tickets geben. Wie unter anderem "heute.at" berichtet, gingen am vergangenen Wochenende einige Karten in den Verkauf, nachdem die Partie laut FIFA eigentlich bereits ausverkauft war. Doch auch hier sorgen astronomisch hohe Preise dafür, dass beim Duell zwischen Spanien und England oder Argentinien möglicherweise einige Plätze im Stadion frei bleiben werden. Die verfügbaren Tickets der Kategorie 2 kosteten dem Bericht zufolge jeweils 6.500 Euro. Für Eintrittskarten der besten Kategorie 1 waren sogar zwischen 17.500 und 28.800 Euro fällig. (ms) +++ Einbruchsversuch bei Lamine Yamal vereitelt 14:20 Uhr Unbekannte haben versucht, in das Haus des spanischen Fußball-Nationalspielers Lamine Yamal bei Barcelona einzubrechen. Der Einbruchsversuch sei in der Nacht auf Mittwoch vom privaten Sicherheitsdienst des 19-Jährigen vereitelt worden, berichteten die Zeitung "La Vanguardia" und weitere spanische Medien unter Berufung auf die Behörden der Region Katalonien. Nur wenige Stunden zuvor hatte Yamal mit Spanien bei der WM in den USA nach einem Halbfinal-Sieg über Frankreich (2:0) das Endspiel erreicht. Die katalanische Polizei bestätigte auf Anfrage den Vorfall, nicht aber die Identität des betroffenen Hausbesitzers. Dementiert wurden die Berichte zugleich nicht. Man habe Ermittlungen aufgenommen und fahnde nach den unerkannt entkommenen Tätern, sagte ein Sprecher der Mossos d'Esquadra. Laut dem Bericht von "La Vanguardia" entdeckte ein Wachmann auf Überwachungskameras gegen vier Uhr zwei Männer auf einer der Grundstücksmauern des Anwesens in Esplugues de Llobregat. Demnach wurden in der Gegend in der Nacht mindestens zwei weitere Einbrüche verübt. Die Ermittler prüften, ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht, hieß es. Das Anwesen des Stürmers des FC Barcelona ist in Spanien auch deshalb bekannt, weil es früher dem ehemaligen Fußballstar Gerard Piqué und der Sängerin Shakira gehörte. Nach dem Kauf veröffentlichte Yamal mehrfach Bilder des Hauses und der Außenanlagen in sozialen Netzwerken. (dpa/bearbeitet von skr) +++ Keine rote Karte? Heftige Olise-Grätsche sorgt für Diskussionen 12:35 Uhr Das Halbfinale zwischen Topfavorit Frankreich und Europameister Spanien war noch keine Viertelstunde alt, da packte Michael Olise die Sense aus. Der Profi von Bayern München kam im Mittelfeld zu spät gegen Rodri und traf diesen bei seiner unbeholfenen Grätsche hart am linken Knöchel - Rot? Schiedsrichter Ivan Barton (El Salvador) zeigte nicht einmal die Gelbe Karte. Ein Fehler? Mats Hummels sah die Szene bei MagentaTV in einem größeren Zusammenhang und verwies auf das Einsteigen von Adrien Rabiot sechs Minuten zuvor gegen den ehemaligen Leipziger Dani Olmo, das mit Gelb geahndet wurde. Schiedsrichter Barton hab das Spiel mit einer weiteren Karte "nicht so in eine Richtung lenken" wollen, mutmaßte der Rio-Weltmeister. Hummels bekannte aber: "Im Standbild sieht es natürlich sehr fies aus." Dennoch machte er mildernde Umstände geltend: "Es ist für mich aufgrund der fehlenden Intensität nur Gelb, weil er eben nicht durchgeht." Aber: "Es war nicht weit weg von einer Roten Karte, das muss man klar sagen." Auch für den ehemaligen Bundesliga-Referee Patrick Ittrich hatte die Aktion "das Zeug für eine Rote Karte". Die Kriterien bei der Beurteilung sprachen jedenfalls eher dafür. Das Trefferbild war eindeutig und auch die Chance, den Ball zu spielen, kaum gegeben - Olise kam klar zu spät. Einzig die mangelnde Intensität sprach bei wohlwollender Betrachtung für den Flügelspieler. An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier. Und das Ereignis, meinte zumindest Hummels. "Es ist ein WM-Halbfinale, 14. Minute. Am 3. Spieltag der Bundesliga gibst du dafür Rot, im Champions-League-Halbfinale oder WM-Halbfinale nicht mehr", sagte er. Also: "Nach Schiedsrichter-Lehrbuch: ja. So wie ich Fußball sehe: nein." (SID +++ Mega-Show beim Finale hat Konsequenzen für die Halbzeit 10:09 Uhr Die Halbzeitpause im Finale der Weltmeisterschaft soll Medienberichten zufolge wegen einer großen Show länger als die üblichen 15 Minuten dauern. Wie lange die Unterbrechung des Endspiels in East Rutherford bei New York am Sonntag genau sein wird, darüber gibt unterschiedliche Angaben. So ist von 20, aber auch von bis zu 30 Minuten Pause die Rede. In der Halbzeitshow, die an jene im Super Bowl erinnert, sollen Mega-Prominente wie die Pop-Ikonen Shakira und Madonna sowie der kanadische Superstar Justin Bieber auftreten. Die südkoreanische Band BTS ist ebenfalls dabei - genau wie der nigerianische Musiker Burna Boy, der gemeinsam mit dem venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, der Band Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor auftritt. Die FIFA war angefragt. Zu den Berichten unter anderem der BBC und von "The Times" äußerte er sich zunächst nicht. Von den Regelhütern des International Football Association Board (Ifab) ist eigentlich festgelegt, dass den Spielern eine Halbzeit von maximal 15 Minuten zusteht. Demnach darf die Dauer der Pause ausschließlich mit der Erlaubnis des Schiedsrichters geändert werden. Das ZDF und MagentaTV als übertragende Sender in Deutschland haben bereits angekündigt, die Show zu zeigen. (dpa/bearbeitet von skr) +++ 141 Festnahmen nach Frankreich-Aus rund um Paris 09:52 Uhr Für die französischen Fußballfans endete der Abend des WM-Halbfinals gegen Spanien mit tiefer Trauer und Enttäuschung - und für einige in Polizeigewahrsam. Wie die Pariser Polizeipräfektur in einer ersten Bilanz mitteilte, wurden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in der französischen Hauptstadt sowie im Großraum von Paris insgesamt 141 Personen festgenommen, die das Aufeinandertreffen der mit 0:2 unterlegenen Équipe Tricolore gegen die Spanier in Dallas am französischen Nationalfeiertag verfolgt hatten. Die Festnahmen seien vor allem wegen "des Einsatzes von Feuerwerkskörpern, die gegen die Ordnungskräfte und Rettungskräfte gerichtet waren", erfolgt, hieß es von Seiten der Pariser Polizeipräfektur. Schwerverletzte habe es demnach aber nicht gegeben. (SID/bearbeitet von skr) +++ Messi-Coach Scaloni: WM-Halbfinale von Geschichte trennen 07:53 Uhr Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hat vor einer Vermischung des WM-Halbfinals gegen England mit dem Falkland-Krieg vor 44 Jahren gewarnt. "Wir denken an Argentinier, an Menschen, die wir im Krieg verloren haben. Aber das müssen wir von dem Spiel trennen", sagte Scaloni vor dem heutigen Spiel in Atlanta (21:00 Uhr/ARD und MagentaTV). Der 48-Jährige verwies darauf, dass der militärische Konflikt lange her und Geschichte sei. "Was haben die Spieler damit zu tun?", fragte Scaloni. "Es wäre falsch, das mit dem Spiel zu vermischen." In dem sportlichen Duell ermitteln die Teams den Finalgegner von Spanien. Diego Maradona hatte 1986 nach dem 2:1 im WM-Viertelfinale gegen England gesagt, dass dieser Erfolg auch Rache für die Opfer des Krieges sei. Die damalige Militärjunta Argentiniens hatte den von April bis Juni 1982 andauernden Krieg mit Großbritannien begonnen und war ein Jahr später an der Niederlage gescheitert. Das Land ging in eine Demokratie über. Bei jenem 2:1 in Mexiko-Stadt, wo Maradona beim ersten Tor die "Hand Gottes" zu Hilfe genommen hatte, hatte Argentinien in den dunkelblauen Auswärtstrikots gespielt. Selbiges galt für den Sieg im WM-Achtelfinale 1998 in Saint-Étienne. Auch heute wird Argentinien dieses Trikot tragen – in dem südamerikanischen Land wird dies als gutes Omen empfunden. Argentinien ist von der Ansetzung die Auswärtsmannschaft. Zuvor war gemunkelt worden, der Verband habe diesen Wunsch bei der FIFA hinterlegt. Trainer Scaloni bestritt eine Einmischung seinerseits: "Ich habe das blaue Trikot nicht verlangt." (dpa) +++ Spaniens Pedro Porro jubelt nach Tor für kranken Sohn 05:48 Uhr Spaniens Pedro Porro hat sein Tor im Halbfinale der Fußball-WM gegen Frankreich seinem kleinen Sohn gewidmet. Er habe direkt an ihn gedacht, sagte der 26-Jährige nach dem verdienten 2:0 (1:0) des Europameisters. "Er konnte leider nicht hier sein, weil es ihm nicht gut geht und er Fieber hat." Pedro Porro hatte in der 58. Minute der Partie in Arlington das 2:0 erzielt. Danach setzte er sich mit erhobener rechter Faust auf den Rasen. Genauso hatte der Außenverteidiger von Tottenham Hotspur auch schon sein Tor beim 3:0 der Spanier im Sechzehntelfinale gegen Österreich bejubelt. Damals hatte er in den sozialen Medien auch noch ein Foto veröffentlicht, das den Sohn ebenfalls mit erhobenem Arm und einem Fußball vor sich zeigt. "Das war ein Moment voller gemischter Gefühle, weil er nicht dabei sein konnte", sagte der Defensivmann, als er nach dem Tor gegen Frankreich über seinen rund zehn Monate alten Sohn sprach. "Ich wollte es ihm widmen und hoffe, dass es ihm inzwischen schon etwas besser geht." (dpa) +++ Argentinien: Gedanke an Maradona soll gegen England helfen 04:11 Uhr Vor dem WM-Halbfinale gegen England hat Alexis Mac Allister die Bedeutung von Diego Maradona für Argentinien hervorgehoben und den Viertelfinal-Erfolg von 1986 als besondere Motivation ausgemacht. Damals hatte Maradona sein Team mit "der Hand Gottes" und einem sensationellen Solo zum 2:1 geführt – später holte Argentinien den Titel. "Ich weiß nicht, ob es nur Zufall ist, aber in den letzten Tagen habe ich angefangen, Videos von Diego zu sehen, vom Spiel 1986 und anderen Dingen", sagte Mac Allister vor dem Kracher am Mittwoch (21:00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Atlanta: "Diego repräsentiert so viel für das Land und ich hoffe, dass wir etwas Ähnliches schaffen können wie das, was sie 1986 getan haben." Dafür greifen die Argentinier in die Trickkiste. Wie beim Coup vor 40 Jahren werden sie in ihrer "Glücksfarbe" auflaufen und die dunkelblauen Auswärtstrikots tragen. Dafür erhielten sie sogar Lob Gegner. "Das hätte ich auch so gemacht", sagte Englands Trainer Thomas Tuchel. "Ich wusste das aber gar nicht." (SID) +++ Messi in Manndeckung? Tuchels Taktikpläne gegen Argentinien 02:19 Uhr Für die Chance auf das erste englische WM-Finale seit 1966 greift Trainer Thomas Tuchel womöglich in die taktische Mottenkiste. "Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, für ihn auf die gute alte Manndeckung zu setzen", sagte der 52-Jährige über Argentiniens Superstar Lionel Messi. Die beiden Rivalen treffen heute (21:00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta im zweiten Halbfinale aufeinander. Im Endspiel wartet Europameister Spanien. Der 39 Jahre alte Messi bringt Tuchel besonders ins Grübeln. "Jeder kennt die Räume, die er mag. Aber er sieht Dinge früher als anderer. Dann hat er die zwei Meter, die er für seinen unglaublichen linken Fuß braucht", sagte Englands Nationaltrainer. Er habe aber einige Muster im Spiel der Argentinier ausgemacht. Messi hat bei dieser WM bereits acht Tore geschossen. "Es ist unglaublich, wie er das Team trägt", befand Tuchel. "Er ist der Anführer und Schlüsselspieler dieser Mannschaft. Man kann sehen, dass das Team schon lange zusammen ist und viel Turniererfahrung hat." Trotzdem tat sich Argentinien in der K.-o.-Phase bisher schwer. Im Sechzehntelfinale (Kap Verde) und im Viertelfinale (Schweiz) musste der Titelverteidiger in die Verlängerung, im Achtelfinale gegen Ägypten entschied man das Spiel nach einem 0:2 noch tief in der Nachspielzeit für sich. Tuchel sagte, er sehe Argentinien besser, als sie gemacht werden. "Sie haben Mentalität, sie verfallen nicht in Panik. Sie sind einfach das komplette Paket", sagte der 52-Jährige. In einem langen Turnier wie der WM sei es normal, dass man Schwierigkeiten überwinden muss. (dpa) +++ Die WM-News der vorherigen Tage zum Nachlesen 14. Juli: Vergessen? Verloren? Schiedsrichter sorgt für WM-Lacher 13. Juli: Vor der WM aussortierter Referee mit 38 Jahren gestorben 12. Juli: Nächster Rassismus-Skandal um französisches Team 11. Juli: Infantino liebäugelt mit nächster WM-Erweiterung 10. Juli: Wegen vergebener Chance – Morddrohungen gegen WM-Spieler 09. Juli: Erling Haaland hofft auf die englische Presse 08. Juli: Ärger vor dem England-Kracher: Norwegen wechselt das WM-Hotel 07. Juli: "Ich kann nicht mehr": Argentinien-Trainer bricht Interview ab 06. Juli: Mbappé kontert rassistische Beleidigungen von Politikerin 05. Juli: "Zeitverschwendung": Ronaldo spricht über Kritik 04. Juli: Paraguay-Ikone irritiert vor Partie gegen Frankreich mit rassistischem Post 03. Juli: Jürgen Klopp bestätigt Bundestrainer-Gespräche: "Ich bin bereit" 02. Juli: Zum Todestag: Portugal-Fans planen besondere Geste für Diogo Jota 01. Juli: "Macht mich fertig": Kimmich hadert mit WM-Aus 30. Juni: Merz-Kommentar zu deutschem WM-Aus war wohl Versehen 29. Juni: Mit Lego: Wie die Schweiz ihre lange Spielpause überbrückt 28. Juni: Argentinien mit Riesenvorteil in der K.o.-Runde 27. Juni: Schicksalsschlag für Oranje-Stürmer: Schwangere Freundin verliert Baby 26. Juni: "Würde das gerne öfter sehen": Panama-Coach äußert sich zu Trainingszoff 25. Juni: Auf Krücken im Stadion: Beifall für Schlotterbeck 24. Juni: Nach Horrorfoul an Koné: Lange Sperre für Madibo 23. Juni: Infantino bestätigt: Das wird Donald Trumps Rolle beim WM-Finale 22. Juni: Belgiens Doku erlebt Geburt seines Kindes nach böser Kritik 21. Juni: Abreise zur Geburt des Kindes? Belgiens Starspieler löst Debatte aus 20. Juni: Bittere Nachrichten für Brasilien-Star 19. Juni: Nach umstrittener Messi-Szene: Algerien reicht Beschwerde bei der FIFA ein 18. Juni: FIFA reagiert auf Kritik von Thomas Tuchel 17. Juni: Van der Vaart entschuldigt sich für diskriminierende Aussage 16. Juni: Gericht bestätigt Einreiseverbot für Ghana-Profi 15. Juni: Kap Verdes Torwart ist plötzlich Social-Media-Star 14. Juni: Irans Nationalmannschaft in den USA gelandet 13. Juni: Ticketpreise schießen nach US-Sieg in die Höhe 12. Juni: Geschönte Zuschauerzahlen? FIFA verteidigt sich 11. Juni: Südafrikaner "klaut" Social-Media-Text von verletztem Lennart Karl 10. Juni: Torwart Urbig sorgt auf offiziellem DFB-Teamfoto für Aufsehen 9. Juni: DFB-Stars bezahlen Fans Busfahrt zum WM-Spiel 8. Juni: Cheerleader-Jubel zum Empfang des DFB-Teams in Winston-Salem 7. Juni: "Boshaftigkeit" der USA? Iran kündigt Protest bei FIFA an 6. Juni: Verletzungspech für Karl bringt Sané zurück ins Team 5. Juni: "Kein Risiko": Neuer fällt auch für die WM-Generalprobe aus 4. Juni: Rasen zu schlecht – Japaner wechseln WM-Trainingsplatz 3. Juni: Aztekenstadion: Lösung in Sicht im Zoff um 99 Jahre alten Vertrag 2. Juni: Ökonom lag dreimal mit Prognose richtig – diese Nation soll Weltmeister werden 1. Juni: Früheres DFB-Talent unter neuem Namen in Irans WM-Kader dabei Mit Material von dpa und SID
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