Top·

Auch Bordeaux betroffen: Frankreich ruft 55.000 weitere Menschen zur Evakuierung auf

Auch Bordeaux betroffen: Frankreich ruft 55.000 weitere Menschen zur Evakuierung auf
Source:n-tv

Die Waldbrände in Südeuropa geraten weiter außer Kontrolle. "Heute sind wir etwas pessimistischer als gestern", sagt der spanische Innenminister. Viele Menschen müssen vor den Flammen fliehen. Baden-Württemberg bietet Hilfe an.

Auch Bordeaux betroffenFrankreich ruft 55.000 weitere Menschen zur Evakuierung auf Die Waldbrände in Südeuropa geraten weiter außer Kontrolle. "Heute sind wir etwas pessimistischer als gestern", sagt der spanische Innenminister. Viele Menschen müssen vor den Flammen fliehen. Baden-Württemberg bietet Hilfe an. Angesichts der beispiellosen Waldbrände nahe der Stadt Bordeaux im Südwesten Frankreichs haben die Behörden des Départements Gironde 55.000 weitere Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Die Entscheidung sei "angesichts des Wiederaufflammens des Brandes" getroffen worden, teilen die Behörden mit. Damit überschritt die Zahl der wegen der Brände im Département Gironde evakuierten Menschen deutlich die Marke von 200.000. Zuvor hatten die Behörden bereits 8000 Menschen am Stadtrand von Bordeaux zur Evakuierung aufgefordert. Mehrere Viertel der Gemeinden Marcheprime und Cestas, weniger als 30 Kilometer südwestlich von Bordeaux, waren demnach betroffen. In ganz Frankreich sind laut Innenminister Laurent Nuñez mehrere Brände weiter nicht unter Kontrolle. Besonders stark war weiter der Südwesten betroffen, wo sich die Flammen auf Bordeaux zubewegen. Aber auch im Département Var im Südosten lodern Flammen. Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel bot Frankreich Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände an. Der CDU-Politiker schrieb einen entsprechenden Brief an den Präfekten der benachbarten Region Grand Est, Amaury de Saint-Quentin. Darin erklärt Hagel, Baden-Württemberg könne etwa die Entsendung zweier Polizeihubschrauber in die akut betroffenen Gebiete anbieten, die mit Außenlastbehältern von jeweils 900 Litern Volumen zur Waldbrandbekämpfung ausgerüstet seien. Sollte in der Region Grand Est selbst ein Unterstützungsbedarf entstehen, stehe das Land Baden-Württemberg mit allen verfügbaren Ressourcen zur Verfügung. Hagel sagte: "Freundschaft zeigt sich nicht in guten Worten, sondern im entschlossenen Handeln. Wenn unsere französischen Freunde unsere Hilfe brauchen, dann stehen die Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg bereit – Seite an Seite, über Grenzen hinweg." Angespannte Lage auch in Spanien In Spanien gab derweil das Innenministerium aufgrund heftiger Waldbrände neue Evakuierungsaufrufe für die Provinz Toledo südwestlich der Hauptstadt Madrid heraus. "Die Lage ist komplex", sagte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Journalisten. "Heute sind wir etwas pessimistischer als gestern", fügte er hinzu. Die Wetterbedingungen hätten "überhaupt nicht geholfen". Die kommende Nacht werde "nicht einfach" werden, sagte Grande-Marlaska. Zwei von drei Bränden westlich von Madrid waren nach Behördenangaben zuvor zu einem Großfeuer verschmolzen, das sich mit einem weiteren Waldbrand in der benachbarten Region Kastilien und León verbinden könnte. Der größte Brand in Spanien in der Provinz Guadalajara nordöstlich von Madrid loderte am Samstag weiter. Dort vernichteten die Flammen bislang etwa 32.000 Hektar Land. Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden. Dürre und außergewöhnliche Hitze hatten die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet und erschwerten die Löscharbeiten.

This is a summary. Read the full article at the original source.

Read full article at n-tv