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Blackbox KW 29 – Familientag in der CDU

Blackbox KW 29 – Familientag in der CDU

Jens Spahn erschien das Sommerloch wohl der geeignetste Zeitpunkt auf sein neues Familienglück aufmerksam zu machen, mit Instagram-Fotos und „Bild“-Bericht. Dummerweise, nachdem er erst kurz zuvor, auf dem Bundesparteitag der CDU im Februar, einen Antrag, der jede Form der Leihmutterschaft strikt verbietet, unterstützt hatte, während „seine“ Leihmutter bereits mit „seinem“ Georg schwanger war. Das ist Der Beitrag Blackbox KW 29 – Familientag in der CDU erschien zuerst auf Tichys Einblick .

Jens Spahn will sich mehr Zeit für die Familie nehmen, so dass Kanzler Fritz im verbliebenen Kabarett der Namenlosen einen Nachfolger suchen muss. Und Hape Kerkeling traut sich zu, den Steinmeier in Bellevue zu geben. Es wird immer wilder. Jens Spahn erschien das Sommerloch wohl der geeignetste Zeitpunkt auf sein neues Familienglück aufmerksam zu machen, mit Instagram-Fotos und „Bild“-Bericht. Dummerweise, nachdem er erst kurz zuvor, auf dem Bundesparteitag der CDU im Februar, einen Antrag, der jede Form der Leihmutterschaft strikt verbietet, unterstützt hatte, während „seine“ Leihmutter bereits mit „seinem“ Georg schwanger war. Das ist nicht einmal wirklich überraschend, fehlt doch dem Jensemann jeglicher politische Instinkt. Sprich die intuitive Fähigkeit, Stimmungen in der Bevölkerung zu erfassen, Machtdynamiken zu durchschauen und strategisch günstige Momente für politisches Handeln zu erkennen. Womit er allerdings nicht alleine dasteht. Uns fällt beim derzeit agierenden Regierungspersonal niemand ein, der über diesen Instinkt verfügt. ♦ Diesmal kam er nicht damit durch. Anlässlich der Nachkommenschaft des Pärchens Spahn/Funke gratulierte eine Grüne spöttisch „Glückwunsch zum Babykauf“, aber, für den Unions-Fraktionschef wichtiger: Die Frauen-Union schäumte, Ortsverbände forderten seinen Rücktritt, selbst erste Bischöfe bestiegen schließlich die Kanzel und beklagten „Doppelmoral“ und führten gar die Menschenwürde an. Wir wünschen an dieser Stelle Friedrich Merz viel Spaß bei der Nachfolgersuche im Kabarett der Namenlosen. ♦ Bekanntlich will Kanzler Fritz „alles in seiner Macht Stehende tun, um die AfD zu verhindern“, weil aber recht wenig in seiner Macht steht – nicht mal die geschredderten Spezialdemokraten hören auf das, was er sagt, muss auch die Justiz ran: So ermittelt die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau gegen den Kabarettisten Uwe Steimle wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“. ♦ Der durchaus lustige Uwe Steimle (unvergessen seine Honecker-Imitationen) hatte sich bei einer AfD-Veranstaltung über die gebenedeite Merkel und ihr Konterfei, das im Kanzleramt aufgehängt wurde, lustig gemacht mit den Worten: Warum sie sich ausgerechnet im Stehen habe malen lassen? „Weil sie ahnte, sie wird bald sitzen.“ „Im Moment hängt sie erst mal.“ Und wenn der Nagel breche, „dann stellen wir sie an die Wand. Also uns wird schon was einfallen.“ Zu Kanzler Fritz fiel ihm ein: „Wo ist Stauffenberg, wenn man ihn mal braucht?“ Halt! Eindeutig „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ (Paragraf 126 StGB). Also nicht eindeutig, aber in der DDR hätte es für ein paar Jahre Bautzen („Staatsfeindliche Hetze“) gereicht, in der noch dunkleren Zeit fürs Fallbeil (Heimtückegesetz). Steimle kann, wenn der richtige Richter gefunden wird, bis zu drei Jahre kriegen. Und die AfD, deren Spitzenkandidaten angeblich geschmunzelt haben, wird natürlich verboten. ♦ Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der richtige Richter nicht auf die Schnelle finden lässt (nobody is perfect, nicht mal „unsere Demokratie“), deshalb veranstaltet der Thüringer Landtag (Regierung CDU und SED-Abspaltung BSW) eine „Anhörung zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren“ (AfD in Umfragen bei 40%). Als Kronzeugen werden aufgerufen: Linke, Linksextremisten und ein paar andere. Und damit es nicht zu langweilig wird – der Komiker Hape Kerkeling, der wegen der AfD von Berlin (AfD bei 18%) nach Köln gezogen ist (AfD unter 10%). ♦ Kerkeling könnte trotz der gefühlten Bedrohungslage unter Umständen nach Berlin zurückkehren. Wenn nämlich die Petition „Hape Kerkeling als Bundespräsident“, die schon 150.000 Unterstützer zählt, noch mehr Zuspruch findet und die Possenreißer und Freunde aus dem Unterhaltungsmilieu, die bei der Wahl zum Bundespräsidenten ein entscheidendes Wörtchen mitzureden haben, für ihren Hans-Peter votieren. „Ja, das traue ich mir zu“, soll der Witzbold bereits gesagt haben, und, mal ehrlich, ein professioneller Komiker im höchsten Amt „unserer Demokratie“ hätte was. Aber nur, wenn er als Horst Schlämmer oder, besser noch, wegen der Quote, als Königin Beatrix ins Schloss Bellevue einzieht. ♦ Bei all den Witzfiguren und Possenreißer dieser Woche, darf natürlich Ralf Stegner, nicht fehlen. Der „Genosse mit dem Schlechte-Laune-Gesicht“ (Spiegel), das selbst Parteifreunde erschreckt, meinte nun, Alice Weidel könne „auf jeder Geisterbahn arbeiten“. Vielleicht an der Kasse, Ralf, während du drinnen als Fahrgast-Schreck Dienst schiebst. ♦ Wenn er nicht bereits die Spitze seiner Möglichkeiten erreicht hätte, wäre auch Johann Wadephul ein lustiger Bundespräsident. Gerade ließ der witzige Friese seine Untergebenen im Außenministerium wissen: Schluss mit Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich. Man schreibt wieder deutsch. Trotzdem will die Behörde auch weiterhin darauf achten, dass sich Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht angesprochen fühlen. Wie soll das gehen ohne Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich, Jupp, du Scherzkeks? ♦ Hört man „Wasserknappheit“, geht irgendwo ein Grüner zu Werke, liest man „Sozialneid“, hat die SPD den Wahlkampf eröffnet. Lars will seine Genossen aufrütteln mit dem Plan, Steuerhinterzieher schärfer zu verfolgen. Dazu will er „Instrumente“ ausbauen, mit denen „dubios erlangte Vermögenswerte“ beschlagnahmt werden können. Klassischer SPD-Humor: Die genaue Herkunft der exakt 214.800 Euro (sowie 2.400 US-Dollar) aus dem Schließfach des Hamburger Genossen Johannes Kahrs (Cum Ex-Verdacht) ist bis heute nicht abschließend offiziell geklärt, und damit ja wohl als „dubios“ zu bezeichnen. ♦ Das Volk, das arme, hat trotz all der Spaßvögel immer weniger zu lachen. Momentaufnahmen aus „unserem Land“, das sich unter Zutun und zur großen Freude der Grünen Göring-Eckart „drastisch ändert“. Eine Stewardess, die sich beim Anflug auf Düsseldorf von einem frommen Moslem eine fing, weil sie dem Scharia-sicheren Gast einen Platz neben einer Frau zumutete, hat noch Schwein gehabt (nicht ernsthaft verletzt). Ebenso die Gäste eines Schwimmbades im bayerischen Cham, wo eine „Gruppe junger Männer“ randalierte. Die Besucher eines „Netto“ in Dresden dürften erleichtert sein, dass der Türke, der „mit einer Art Muskete“ auf sie losging, wenigstens kein Islamist ist, sondern lediglich eine Macke hat. Jedenfalls dürfte er „aufgrund einer vermuteten schweren psychischen Erkrankung bei der Tat zumindest vermindert schuldfähig gewesen sein“. Die Diagnose kam so schnell wie sicher, weil es sich um einen alten Bekannten der Polizei handelt. ♦ Auch der Afghane, abgelehnter Asylbewerber, der in Ruhpolding einen Zugbegleiter und weitere Menschen mit einem Messer bedroht hatte, muss wohl unter einer ähnlichen Erkrankung leiden, denn er wurde gleich in einer geschlossenen forensischen Klinik untergebracht. Man sieht sich beim ersten Freigang. Dem Studenten, den ein Afghane in Trier ermordete, nutzt die identische Anamnese nichts mehr. Der Trierer Bevölkerung übrigens ebenfalls nicht. Auch hier erkannte das geschulte polizeiliche und juristische Auge zweifelsfrei, der Afghane könne nicht alle Tassen im Schrank haben. Weshalb man auf „Totschlag“ erkannte und den Mörder zu den Psychiatern schickte. Bis auf ein baldiges Wiedersehen. *12. Für die Kosmetik ist bei der SPD offenbar Andrea Nahles zuständig. Denen, die zum Beispiel klagen, Ausländer würden unsere Sozialsysteme ausnutzen, ruft SPD-Nahles fröhlich zu: Es wurden 307.000 Arbeitslose eingebürgert, und, bätschi, schon haben wir mehr „deutsche“ Arbeitslose. ♦ Die Demoskopen versuchen Nachrichten zu machen mit Veränderungen innerhalb der drei Prozent Unsicherheitsspanne. AfD 27 oder 30 Prozent? Das kommt drauf an, wen Sie fragen. Nur Schleswig-Hohlsteins Daniel Günther werden gleich mal 12 Punkte abgezogen. Da scheint die Götterdämmerung tatsächlich in vollem Gange. ♦ Der amerikanische Marco Rubio sprach laut aus, was unsere Polit-Leisetreter nicht zu denken wagen. Nämlich dass die 72-jährige Frau, die in Griechenland durch eine Bombe bei lebendigem Leib verbrannte, der 23-jährige Franzose, der auf den Straßen von Lyon zu Tode geprügelt wurde, wie auch die 83-Jährige, die nach dem Blackout von Berlin in eisiger Kälte ohne Strom starb, alle auf das Konto des Linksterrorismus gehen. Rubio sprach vor hunderten internationalen Amtsträgern von „politischen Führern, die auf Ihren Straßen angegriffen, erstochen und erschossen werden, von Unternehmen, die bombardiert und Eisenbahnen, die sabotiert wurden“. Rubio: „Es ist Zeit, dieses Böse für immer zu zerschmettern!“ Leider verstehen unsere Amtsträger kein Englisch. ♦ Gold gab sie für Blech. Ursula von der Leyen bekam von ihrem Kumpel Selenskyj in Kiew den sogenannten „Europa-Orden“ umgehängt. Man kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass für die Kriegsfreunde von Berlin bis Brüssel nicht mehr herausspringt bei ihrem Engagement als ein paar billige Blechorden. Und dass sie nur das Gute im Sinne haben sollen, erscheint ebenso unglaubwürdig. ♦ Schließen wollen wir heute mit den aufmunternden Worten unseres Kanzlers Joachim-Friedrich Martin Josef Merz, stets erfrischend wie ein Sommerregen: „Ich schließe das erste Halbjahr 2026 mit der Zuversicht ab, dass wir auch im zweiten Halbjahr eine gute Politik machen.“ Schönen Sonntag! Nicht genug? Lesen Sie Stephan Paetow täglich auf https://www.spaet-nachrichten.de/

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