World·

Brennelementproduktion: Niedersachsen genehmigt die Produktion russischer Brennelemente in Lingen

Brennelementproduktion: Niedersachsen genehmigt die Produktion russischer Brennelemente in Lingen

In Lingen im Emsland wird es künftig sein Brennelemente Russischer Typ hergestellt. Das niedersächsische Umweltministerium teilte mit, dass es einen entsprechenden Ausbau der dortigen Anlage genehmige – unter strengen Auflagen. Das zum französischen Framatome-Konzern gehörende Atomkraftwerk Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) will am Standort Lingen sechseckige Brennelemente für Kernkraftwerke russischer Bauart produzieren. Dabei kommt Technik ...

In Lingen im Emsland wird es künftig sein Brennelemente Russischer Typ hergestellt. Das niedersächsische Umweltministerium teilte mit, dass es einen entsprechenden Ausbau der dortigen Anlage genehmige – unter strengen Auflagen. Das zum französischen Framatome-Konzern gehörende Atomkraftwerk Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) will am Standort Lingen sechseckige Brennelemente für Kernkraftwerke russischer Bauart produzieren. Dabei kommt Technik des Atomkonzerns TVEL zum Einsatz, einer Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns. Nach Angaben des Umweltministers konnte das Land den Antrag nicht ablehnen Trotz der erteilten Genehmigung gab es Kritik Niedersachsen Umweltminister Christian Meyer (Grüne) machte die Zusammenarbeit deutlich. Er hält den Deal für politisch „grundsätzlich falsch“, weil die Abhängigkeiten von Russland, insbesondere im Nuklearbereich, verringert werden müssten. Nach dem Atomgesetz konnte das Land den Antrag des Unternehmens jedoch nicht ablehnen. Der Grund: Die Bundesregierung sei nach einer Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass keine ausreichenden Risiken durch mögliche Spionage oder Sabotage bestünden. Daran ist das Land gebunden. Auch der Vorsitzende des Parlamentarischen Geheimdienstkontrollausschusses (PKGr) des Bundestags, Marc Henrichmann (CDU), kritisierte die Zusammenarbeit mit Rosatom. „Der Einfluss des russischen Nuklearsektors in der EU bleibt ein großes Problem, das wir entschieden angehen müssen“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Russische Maschinen müssen extern überprüft werden Henrichmann sieht durchaus Sicherheitsrisiken. „Während sich die russische Führung mit Beginn des Angriffskrieges von der friedlichen Staatengemeinschaft distanziert hat, versucht sie weiterhin, über Umwege zentrale Knotenpunkte unserer kritischen Infrastruktur, etwa im Energiesektor, unter ihrer Kontrolle zu halten“, sagte Henrichmann. „Wir müssen diese Entwicklungen frühzeitig erkennen und ihnen entschieden entgegentreten.“ Newsletter Was nun im Osten? Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl erhalten Sie ab dem 15. Juli wöchentlich News und Stimmungsbilder zum Wahlkampf sowie Alltag und Kultur im Osten der Republik. Mit der Registrierung erkennen Sie die Datenschutzerklärung an. Danke schön! Wir haben Ihnen eine E-Mail gesendet. Überprüfen Sie Ihr Postfach und bestätigen Sie Ihr Newsletter-Abonnement. Zu den Auflagen, die das Land Niedersachsen an die Genehmigung der ANF geknüpft hat, gehört unter anderem ein generelles Zutrittsverbot für TVEL- und Rosatom-Mitarbeiter zur Anlage in Lingen. Russische Maschinen und Software müssen daher extern überprüft und von der restlichen Fabrik-IT getrennt werden. Auch aus Russland gelieferte Brennstäbe sollten vollständig auf Manipulationen überprüft werden. Mehr zum Thema Kernenergie Z+ (Abonnementinhalt); Swetlana Alexijewitsch: „Tschernobyl ist endlos“ Z+ (Abonnementinhalt); Atomausstieg: War der Atomausstieg ein Fehler? Z+ (Abonnementinhalt); Kernenergie: Die Atomkraft erlebt ein Comeback – aus guten Gründen GN De world| Source | domain www.zeit.de

This is a summary. Read the full article at the original source.

Read full article at lomazoma