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Camping-Urlauber urinieren vor Häuser – Schottland-Insel kämpft mit Massentourismus

Camping-Urlauber urinieren vor Häuser – Schottland-Insel kämpft mit Massentourismus

Die atemberaubende Landschaft zieht jährlich zehntausende Touristen auf die schottische Isle of Skye. Doch das Verhalten einiger Besucher lässt die Geduld der Anwohner schwinden.

Camping-Urlauber urinieren vor Häuser – Schottland-Insel kämpft mit Massentourismus Uns auf Google folgenDie atemberaubende Landschaft zieht jährlich zehntausende Touristen auf die schottische Isle of Skye. Doch das Verhalten einiger Besucher lässt die Geduld der Anwohner schwinden. Kassel/Isle of Skye – Müll, Fäkalien und Toilettenabfälle – dieser Anblick stört aktuell die Schönheit der Natur auf der schottischen Isle of Skye. Eigentlich ist diese Insel bekannt für ihre malerische Landschaft, unberührte Natur und zerklüfteten Küsten. Nun ärgern sich Einheimische über die Hinterlassenschaften der zehntausenden Touristen. Viele davon besuchen das Idyll im Wohnmobil oder Camper. Ein Problem: Nur zehn öffentliche Toiletten müssen den Andrang der Besucher verkraften. Laut dem auf outdooraccess-scotland.scot einsehbaren „Scottish Outdoor Access Code“ ist Camping im Freien in Schottland erlaubt, solange man dabei verantwortungsvoll handelt. Etwa solle man seine Fäkalien vergraben, falls keine öffentliche Toilette in der Nähe sei. Urinieren vor dem Haus einer Anwohnerin – oder direkt am Straßenrand Doch daran halten sich offenbar nicht alle Besucher der 10.000-Einwohner-Insel: Auf bbc.com berichtet eine Anwohnerin von dem Verhalten einiger Touristen vor ihrem Haus an der Küste. „Wenn ich beim Abendessen bin, kommen die Leute raus und gehen pinkeln – ich kann es sehen.“ Besonders schwer zu ertragen seien die Hinterlassenschaften: „Manchmal bleiben da noch Taschentücher übrig. Das ist einfach nur ekelhaft.“ Sie empfindet es als besonders dreist, dass manche Urlauber sich nicht die Mühe machten, ihre Notdurft etwa hinter einem Stein zu verrichten. Viele würden sich einfach am Straßenrand erleichtern. Zu viele Touristen und Wohnmobile sorgen auch im Norden Schottlands für Probleme, etwa auf der Route der „North Coast 500“. Diese Angewohnheit stört auch einen lokalen Kleinbauern. Er berichtet von Toilettenabfällen aus Wohnmobilen in seiner Hausmülltonne und menschlichen Exkrementen auf dem von ihm bewirtschafteten Land. Beaton erinnert sich besonders an eine Situation, als ein Hund in die Exkremente geraten war. „Der Hund musste gereinigt werden, bevor er wieder in den Lieferwagen gesetzt werden konnte“, berichtet er. Ähnliche Probleme gibt es in anderen europäischen Ländern: Auch in Südtirol beschweren sich viele Gemeinden über Müll und andere Hinterlassenschaften von Campern. Wildcampen in Schottland erlaubt – wenn keine Spuren hinterlassen werden Für das Chaos macht Beaton Fahrer von Wohnmobilen und Autos verantwortlich, die über Nacht am Straßenrand parken. Laut dem „Scottish Outdoor Access Code“ ist dieses Vorgehen aber gerade nicht durch das Zugangsrecht in die freie Natur gedeckt. Eigentlich müssen Fahrzeuge auf dafür vorgesehenen Parkplätzen abgestellt werden. Wildcampen ist in Schottland zwar erlaubt, aber nur in kleinen Gruppen und so unauffällig, dass die Camper keine Spuren in der Natur hinterlassen. Anders sieht die Rechtslage in Deutschland aus: Hier ist Campen außerhalb von ausgewiesenen Campingplätzen verboten, gerade in Naturschutzgebieten. Jedes Bundesland stellt seine eigenen Regeln für den Zugang zur „freien Landschaft“ auf, heißt es in § 59 des Bundesnaturschutzgesetzes. Laut vansite.eu ist es auf Privatgelände meist nur mit Genehmigung des Grundstückseigentümers erlaubt, zu campen. Auch das Reisen mit Wohnmobilen ist reglementiert: Kurzes Parken ist an vielen Stellen erlaubt, Übernachten aber verboten. Camping in Bayern Bayern zählt zu den Bundesländern mit den meisten Campingplätzen. Damit Sie bei Hunderten vom Optionen den Überblick behalten, finden Sie hier eine Auswahl an ausgezeichneten Stellplätzen mit garantiertem Naturerlebnis. Pausen von bis zu zehn Stunden gelten oftmals als eine Ausnahme, um die „Fahrtüchtigkeit“ wiederherzustellen, was jedoch gesetzlich nicht eindeutig für alle Bundesländer geregelt ist. Wer diese Regeln missachtet, dem drohen Bußgelder von bis zu mehreren Tausend Euro. Ab diesem Monat gilt in der EU übrigens eine neue Pflicht, die das Campen teurer machen kann. (Quellen: gesetze.im-internet.de, vansite.eu, outdooraccess-scotland.scot, bbc.com) (jws)

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