Comeback in Sicht – Giger: «Kilchberger steht dieses Jahr an oberster Stelle»

Wegen einer Schulterverletzung fiel Samuel Giger zuletzt aus. Den Kilchberger Schwinget hat er trotzdem fest im Blick.
Samuel Giger ist in diesem Schwingsommer bislang der grosse Abwesende. Gerade einmal zwei Kranzfeste konnte der Thurgauer bestreiten, danach setzte ihn eine im Training zugezogene Schulterverletzung ausser Gefecht. Sein grosses Saisonziel blieb aber unverändert: Beim Kilchberger will der 28-Jährige um den Sieg mitschwingen. Bei der letzten Austragung gewann Giger das Fest gemeinsam mit Fabian Staudenmann und Damian Ott. Fünf Wochen vor dem Saisonhighlight oberhalb des Zürichsees ist Giger auf Kurs. Vor kurzem stieg der Unspunnen-Sieger wieder ins Sägemehltraining ein. Die Belastung wird noch dosiert, doch der Einstieg gelang ihm besser als erwartet. «In solchen Situationen braucht es immer mehr Geduld, als einem lieb ist. Ein paar schöne Schwingfeste musste ich absagen. Doch rückblickend ging es sehr schnell.» Auf der faulen Haut lag Giger während der Zwangspause selbstredend nicht. Das Ziel war, seine Fitness beizubehalten und gleichzeitig der Schulter Sorge zu tragen. Der Mix aus Aufbautraining und Reha sei gut gelungen. Profileben erleichterte Reha Seit kurzem ist Giger Profi-Schwinger, seinen Job als LKW-Chaffeur hat er vorerst an den Nagel gehängt. Die neue Situation sei ihm auch während der Reha entgegengekommen. «Körperlich war das sicher eine Entlastung und ich hatte meine Freiheiten.» Auch an den Wochenenden blieb Giger für einmal Zeit für anderes. Der Thurgauer konnte es sich erlauben, an Grillabenden bei Freunden für einmal etwas länger auszuharren, als dies sonst möglich gewesen wäre. Wann Giger wettkampfmässig ins Sägemehl zurückkehren wird, ist noch offen. «Im Idealfall kann ich auf der Schwägalp schwingen, wenn es ganz gut läuft, schon am Schaffhauser Kantonalen.» Falls Giger am Fusse des Säntis antritt, muss er seine Erwartungshaltung aber etwas nach unten korrigieren. «Es wäre sensationell, wenn ich dort schwingen könnte», so der siebenfache Schwägalp-Sieger. «Doch der Kilchberger steht in diesem Jahr an oberster Stelle. Wenn ich merke, dass ich auf der Schwägalp noch nicht ganz bereit bin, müsste ich schweren Herzens absagen.»
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