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Der TSV Landsberg braucht in der Fußball-Regionalliga noch ein bisschen Anlaufzeit

Der TSV Landsberg braucht in der Fußball-Regionalliga noch ein bisschen Anlaufzeit

Vor einer großen Kulisse startet der TSV Landsberg in die Fußball-Regionalliga. Nach der kurzen und intensiven Vorbereitung läuft viel gut – aber nicht alles.

Die Vorbereitungszeit für den TSV Landsberg war extrem kurz und extrem anstrengend: Innerhalb weniger Wochen musste nicht nur eine Mannschaft für die Fußball-Regionalliga zusammengestellt werden, auch das Landsberger Sportzentrum musste „Regionalliga-tauglich“ hergerichtet werden. Am Freitagabend starteten die Fußballer in die historische Saison, und auch wenn das Ergebnis nicht nach Wunsch ausfiel, von der Organisation her gab es nur wenig auszusetzen. Viel Arbeit hatten die Verantwortlichen des TSV Landsberg um Abteilungsleiter Werner Seemüller in die Vorbereitung auf die Regionalliga gesteckt. Viel wurde geschafft, aber hier und da holperte es doch noch – wie auch auf dem Rasen. Mit 0:1 mussten sich die Gastgeber dem FC Memmingen geschlagen geben, das drückte am Ende natürlich die Stimmung (ausführlicher Spielbericht folgt). „Die Nervosität war schon zu spüren“, räumte nach der Partie auch Landsbergs Trainer René Schröder ein. „Aber ich hoffe, die Jungs konnten auch etwas von der tollen Athmosphäre aufnehmen.“ Die Tageskasse kann noch verbessert werden Die gab: Mit offiziell 1150 Zuschauerinnen und Zuschauern waren die Landsberger fast an die Wunschzahl 1200 herangekommen. Allerdings dauerte es etwas, bis die Tribüne im Sportzentrum wirklich voll war. Das neu eingeführte Online-Ticketing wurde nicht von allen Zuschauern angenommen, viele besorgten sich an der Abendkasse ihre Eintrittskarte. Und das sorgte für etwas Verzögerung: Während an der Kasse noch eine lange Schlange anstand, liefen die Teams bereits auf den Rasen. „Und wo müssen wir jetzt rein“, war mehrmals zu hören, denn der direkte Zugang war gesperrt. Stattdessen ging es wieder die Treppe hoch und um die Sporthalle rum, erst da war der Einlass. Doch die meisten nahmen den Umweg gelassen: „Man hätte es ausschildern können, aber das passt schon“, war meist zu hören. Ganz locker gingen auch die Memminger Fans mit der Situation um: „Landsberg spielt die erste Saison in der Regionalliga, dafür haben sie es super gemacht“, sagte Roland Kolb, der Fan-Beauftragte des FC Memmingen. „Alle Ordner sind unheimlich höflich und sehr hilfsbereit“, betonte er. Allerdings sei die Situation im Gäste-Fan-Block mit dem Gitter nicht optimal. Auch der den Fans angewiesene Parkplatz beim Frieseneggerplatz sei schon voll gewesen, und „wir waren eine Stunde vorher da“. Pech hatten die Gäste-Fans auch mit der Verpflegung: in ihrem Stand war der Grill kurzfristig ausgefallen. „Und auf der Eintrittskarte stehen zehn Euro, wir mussten aber elf zahlen“, bemängelte ein anderer Fan. Trotzdem gab es Lob für die Landsberger in der Halbzeitpause, wozu auch die 1:0-Führung ihres Teams beitrug. Der Sohn des früheren Landsberger Trainers trifft Und dieses Führungs- und am Ende Siegtor erzielte ausgerechnet ein Landsberger: Constantin Kresin, der Sohn des langjährigen und erfolgreichen TSV-Trainers Sven Kresin. Freunde von ihm standen an der Bande mit einem Schild „Kresin wir wollen dein Trikot“ und Bildern des für Memmingen spielenden 20-Jährigen. „Wir sind schon seit der 1. Klasse befreundet“, erklärte einer der Gruppe, deshalb waren sie beim Spiel hin- und hergerissen. Sie drückten ihrem Kumpel die Daumen, spielen aber selbst teilweise noch beim TSV. Ansonsten allerdings waren die Fans des FC Memmingen mit ihrer Trommel klar die „bestimmende Mannschaft“ im Sportzentrum: Erst in den letzten Minuten, als Landsberg offensiver wurde, kam auch auf der Tribüne mehr Stimmung auf. Problematisch allerdings waren die Lautsprecheranlage und einige technische Probleme: Weder vor Spielbeginn noch beim Einlaufen der Mannschaften gab es Musik, die Aufstellung wurde erst nach Spielbeginn durchgegeben, da es dort auch Probleme gab und besonders schwierig: Die Durchsagen waren so leise, dass sie schon ein paar Meter von der Tribüne entfernt nicht mehr zu verstehen waren. „Natürlich gibt es noch einige Dinge, wo wir nachbessern müssen“, räumte auch TSV-Abteilungsleiter Werner Seemüller ein. „Aber insgesamt war das Fazit positiv“, durfte er sich freuen, dass sich die vielen Arbeitsstunden rentiert haben. Lob gab es auch vom Bundestags-Abgeordneten und BLSV-Kreisvorsitzenden Michael Kießling: „Es ist wirklich beeindruckend, was die Abteilung da auf die Beine gestellt hat.“ Nur die 0:1-Niederlage störte ihn. Da hatte die Landsberger Legende Michael Schlüter Trost: „Die Mannschaft muss erst mal in die Liga reinkommen.“ Er hofft, dass auch weiterhin so viele Zuschauer kommen, das sei im Sportzentrum nötig, damit Stimmung aufkommen. „Aber das wird schon.“

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