Domestic·

Die Menschheit verliert, wenn sie die Pflege der KI überlässt

Die Menschheit verliert, wenn sie die Pflege der KI überlässt
Source:tlz

Hightech kann das Leben im Alter erleichtern und bereichern. Aber Roboter können und sollten Gespräche und Berührungen niemals ersetzen.

Er hat niedliche Kulleraugen, drei eingebaute Kameras, kostet 30.000 Euro und erzählt geduldig hundertmal die gleiche Geschichte: Willi, der „Empathie-Roboter“, der jetzt langsam Einzug in deutsche Altenheime hält und auf dem Abstelltisch als Gesprächspartner sehr alten oder dementen Patienten zur Verfügung steht.Ja, auch in der Seniorenbetreuung hat moderne Technik ihren Platz. Schließlich müssen immer mehr Alte von immer weniger Jüngeren betreut werden. Roboter und Künstliche Intelligenz können helfen, gestresste Pflegekräfte zu entlasten und Kosten zu sparen. Auch sprachgesteuerte Hightech kann den Lebensabend durchaus leichter und angenehmer machen.Der Roboter bleibt immer eine kalte MaschineAber wir sollten uns als Gesellschaft vor einem hüten: Aus Faulheit oder aus Kostengründen die menschliche Begegnung in der letzten Phase des Lebens der Künstlichen Intelligenz zu überlassen. Egal wie schnell ein „Empathie-Roboter“ im Altenheimbetrieb dazulernt – er bleibt immer eine kalte Maschine ohne Gefühle und er ersetzt niemals das Gespräch, die Berührung, das Lachen oder die Tränen eines echten menschlichen Wesens. Wer das glaubt, verabschiedet sich vom wichtigsten Evolutionserfolg aus 300.000 Jahren Menschheitsgeschichte.Menschsein heißt, dass Menschen miteinander kommunizieren. Diese tröstende, menschliche Kommunikation mit unseren Alten ist wirklich das Allerletzte, was wir an die Künstliche Intelligenz übertragen dürfen. Fehlt die Familie aus Gründen, dann gibt es Freunde, Bekannte, Nachbarn oder die seelsorgerisch Tätigen, die einspringen können. Wer je in einem solchen Netzwerk geborgen war, weiß: Es ist machbar, man muss es nur wollen.

This is a summary. Read the full article at the original source.

Read full article at tlz