Donald Trump News: "Reflecting Pool": Trump stellt Staatsanwältin an den Pranger

Er ist sich sicher: Sein Herzensprojekt wurde sabotiert. Von gegenteiligen Erkenntnissen will US-Präsident Trump nichts wissen – selbst, wenn diese von einer langjährigen Verbündeten kommen.
Im Umgang mit der Renovierung des "Reflecting Pools" auf der Prachtmeile nahe dem Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump die Einstellung der Ermittlungen wegen Vandalismus-Vorwürfen scharf kritisiert. Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro, eine langjährige Vertraute Trumps, wurde vom Präsidenten öffentlich an den Pranger gestellt, weil sie die von ihm unterstützte Klage in der Sache hatte fallenlassen. Er stimme Pirro "zu 100 Prozent nicht zu", schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. "Ich verstehe nicht, was sie sich dabei gedacht hat?". Trump beharrte darauf, dass es bei seinem Herzensprojekt, der Renovierung des "Lincoln Memorial Reflecting Pools" in Washington, sehr wohl zu Vandalismus gekommen sei. Was war passiert? Trump wollte dem rund 600 Meter langen Becken – ein Wahrzeichen der US-Hauptstadt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument – einen blauen Schimmer verleihen und stieß dafür kostspielige Sanierungsarbeiten an. Stück für Stück wurden der Boden des Pools renoviert, der nach Trumps Darstellung von früheren Präsidenten sträflich vernachlässigt worden war. Doch nur wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen das Wasser wieder grün - was Trump auf Vandalismus zurückführte, mit dem das von ihm bejubelte Projekt sabotiert werden sollte. Daraufhin geriet der frühere Olympiasportler David Hearn ins Visier der Justiz, der die USA dreimal im Kanuslalom bei den Sommerspielen vertreten hatte. Nach Darstellung Pirros soll der Angeklagte einen Teil der neuen Grundierung aus dem Becken gerissen und zumindest den Griff in das Wasser zugegeben haben - so hätten es Überwachungskameras festgehalten. Kritiker sprachen von fabrizierten Vorwürfen, die wohl eher Trumps Unmut als tatsächlich strafbarem Verhalten geschuldet seien. Nun soll doch die Baufirma schuld seinEine Jury an einem Gericht in Washington sah offenbar genügend Hinweise für ein Strafverfahren - und ließ eine Klage gegen Hearn wegen mutmaßlichem Vandalismus zu. "Diese Denkmäler gehören uns allen, und wir werden sie schützen – und diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die versuchen, sie zu beschädigen oder zu entweihen", kündigte Pirro damals an. Doch daraus wurde letztlich nichts. Am Freitagnachmittag (US-Ostküstenzeit) beantragte die Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen. Eine nachträgliche Untersuchung habe ergeben, dass die Schäden an der Beckenauskleidung nicht auf Vandalismus zurückzuführen waren - sondern auf gravierende Baumängel, die das beauftragte Bauunternehmen zu verantworten habe. 644277 +++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++ Weitere aktuelle News im Ressort "Politik": Tourismus News: Wie das Niedrigwasser der Wirtschaft zusetzt Tourismus News: Wasser wird knapp: Koh Samui rationiert Versorgung Tourismus News: "Wühlt einen auf": Wenn die Flammen am Urlaubsort lodern Tourismus News: Wassermangel an der Donau: Kraftwerkstopp und Urlaubsnöte Noch mehr Nachrichten über Donald Trump lesen Sie hier.* Die Psychologie der Macht - warum Trumps Botschaften so stark wirken
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