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Dramatik: Carapaz holt brutale Königsetappe

Dramatik: Carapaz holt brutale Königsetappe
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Richard Carapaz hat nach einem dramatischen Finale die brutale Königsetappe der 113. Tour de France für sich entschieden. Der Ecuadorianer vom EF-Education-Team setzte sich am Samstag nach 5.600 Höhenmetern und erneutem Ziel in Alpe d’Huez vor dem Belgier Remco Evenepoel (Red Bull/+0:26) und dem US-Amerikaner Sepp Kuss (Visma/+0:31), der als Führender kurz vor dem Ziel zweimal stürzte, durch.

Tadej Pogacar fuhr souverän und steht vor seinem insgesamt fünften Gesamtsieg und dem dritten in Folge. Der Slowene wurde Tagesvierter (+1:05) und führt vor der Schlussetappe am Sonntag nach Paris 6:26 Minuten vor Evenepoel in der Gesamtwertung. Sein mexikanischer UAE-Teamkollege Isaac del Toro behauptete den dritten Gesamtplatz (+9:42). Insgesamt drei Bergwertungen der höchsten Kategorie, darunter der legendäre Col du Galibier, galt es zu bewältigen. Pogacar zeigte nach dem überragenden Etappensieg mit Rekordzeit hinauf nach Alpe d’Huez am Vortag erneut eine bärenstarke Leistung. Der Slowene führte die Chefpartie mit den Gesamtklassementfahrern von der Spitze im Wind immer näher an die Spitzengruppe heran, mehr als drei Minuten lag sie vor den Verfolgern. UAE-Plan geht nicht auf Ziel des UAE-Teams dürfte gewesen sein, den insgesamt auf Platz drei liegenden Mexikaner del Toro an Red-Bull-Profi Remco Evenepoel (BEL) vorbei auf den zweiten Gesamtplatz zu führen. Doch del Toros Reserven reichten nicht. Sobald das klar wurde, schaltete Pogacar einen Gang zurück und überließ den Gegnern vorübergehend die Tempoarbeit. An der Spitze fuhr Kuss, der schon beim diesjährigen Giro d’Italia die Königsetappe gewonnen hatte, vermeintlich sicher dem Tageserfolg entgegen, gejagt von Carapz und seinem Landsmann Jai Hindley. Hinten übernahm wieder Pogacar das Kommando, Frankreichs Jungstar Paul Seixas von Felix Galls Decathlon-Team konnte nicht mehr folgen. Dramatisches Finale An der Spitze wurde es dramatisch – Kuss stürzte, blieb aber im Rennen und in Führung. Er stürzte jedoch in der Abfahrt auf dem Weg zu den drei Kilometern der Originalauffahrt nach Alpe d’Huez ein zweites Mal. Die Chance ließ sich Carapaz nicht nehmen, der 33-Jährige zog an Kuss vorbei und fuhr seinem ersten Etappensieg bei der Tour 2026 entgegen. Aus der Pogacar-Gruppe setzte sich letztlich Evenepoel ab, Pogacar geleitete seinen treuen Helfer del Toro am Hinterrad ins Ziel, während Evenepoel noch an Kuss vorbei auf den zweiten Etappenplatz fuhr. Del Toro wurde hinter Pogacar Fünfter, im Ziel umarmten sie einander. Schlussetappe in Paris Die Schlussetappe am Sonntag wird wegen der schweren Waldbrände im Südwesten des Landes und der benötigten Rettungskräfte deutlich verkürzt und komplett in Paris ausgetragen. Statt 133 Kilometer stehen nur noch 89 auf dem Programm. Die Fahrer rollen in Paris los statt im Vorort Thoiry. Zwei zusätzliche Runden rund um die Champs-Elysees werden eingebaut, teilten die Veranstalter am Samstag mit. Die drei Überquerungen des Montmartre-Hügels bleiben bestehen.

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