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«Eine Aura wie Roger Federer» – Pogacar zum 5. Mal Gesamtsieger

«Eine Aura wie Roger Federer» – Pogacar zum 5. Mal Gesamtsieger
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Tadej Pogacar holt sich den Gesamtsieg an der Tour de France und wird mit Roger Federer verglichen. Er selbst sagt, wie er sich von Novak Djokovic inspirieren lässt.

Erst ging Tadej Pogacar Arm in Arm mit den Teamkollegen auf seine Tour d’Honneur und winkte stolz ins Publikum, dann schaltete der Radstar wieder in den Angriffsmodus. Der Prestigesieg auf den Champs Élysées in Paris blieb dem Weltmeister aber verwehrt, den holte sich Klassiker-Rivale Mathieu van der Poel nach einem atemberaubenden Spektakel. Für Pogacar allenfalls ein kleiner Schönheitsfehler vor seiner grossen Krönung. Mit dem fünften Gesamtsieg bei der Tour de France hat Pogacar Radsport-Geschichte geschrieben. Fortan gehört er dem exquisiten Kreis der Fünffach-Sieger mit der belgischen Ikone Eddy Merckx, den beiden Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault sowie dem Spanier Miguel Indurain an. Dem Amerikaner Lance Armstrong wurden alle sieben Triumphe im Nachhinein wegen Dopings aberkannt. Pogacar kann es sich selbst nicht erklären Der «Menschenfresser», wie das renommierte Tour-Organ «L’Équipe» Pogacar bewundernd beschrieb, hat die Tour auf den 3245 Kilometern von Barcelona nach Paris wieder einmal beherrscht. Fünf Etappensiege, über sechs Minuten Vorsprung im Gesamtklassement auf den zweitplatzierten Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel und famose Kletterrekorde in den Alpen und Pyrenäen. Pogacar fuhr wieder einmal in einer eigenen Liga. Ihm zu folgen sei eine «Mission impossible» gewesen, gestand Evenepoel ein. Erklärungen für seine Dominanz hat Pogacar kaum. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich seit 2024 wesentlich stärker geworden bin. Aber ich habe mehr Erfahrung; kleine Dinge verbessern sich nach wie vor. Es kommt auf die Details an», sagte der slowenische Ausnahmekönner. Streckenverkürzung wegen der Waldbrände Seine Krönungsfahrt am Sonntag musste kurzfristig umgestaltet werden. Wegen der heftigen Waldbrände bei Bordeaux wurde die letzte Etappe verkürzt und komplett in Paris ausgetragen. Das Innenministerium hatte einen Teil der für die letzte Etappe eingeteilten Sicherheitskräfte abgezogen, um die Einsatzkräfte in den betroffenen Gebieten zu verstärken. So wurde der Startort Thoiry gestrichen, stattdessen gab es in Paris 88,7 statt 133 Kilometer. Pogacar setzt im Radsport neue Massstäbe. Er gewinnt Rennen mit langen Solofahrten oder zur Not auch im Sprint. «Pogi ist inzwischen zu einer weltweiten Persönlichkeit geworden», schwärmte sein Teamchef Mauro Gianetti: «Er hat die Aura, das Charisma, die Anziehungskraft eines Roger Federer. Er ist eine Ikone.» Die Dominanz von Pogacar gefällt jedenfalls nicht jedem. Auch am Strassenrand gab es bisweilen Buhrufe für den Unersättlichen. «Das macht uns nur stärker», entgegnete Pogacar: «Wenn mich jemand ausbuht, denke ich an Novak Djokovic und lasse mich von ihm inspirieren.»

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