„Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg“: Union reagiert auf CSD-Anschlag in Berlin

Politiker reagieren auf die Tat am Rande des Berliner CSD. Aus Reihen der Union wird die Forderung laut, den „Kampf gegen den Islamismus noch einmal zu intensivieren“.
„Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg“: Union reagiert auf CSD-Anschlag in Berlin Uns auf Google folgenPolitiker reagieren auf die Tat am Rande des Berliner CSD. Aus Reihen der Union wird die Forderung laut, den „Kampf gegen den Islamismus noch einmal zu intensivieren“. Berlin – Am Rande des Christopher Street Days (CSD) 2026 fuhr am Samstagabend gegen 22:00 Uhr ein Auto unweit des Berliner Tiergartens in eine Menschenmenge und erfasste mehrere Personen. Eine Frau erlag ihren Verletzungen noch am Unfallort, die Zahl der Verletzten bis mitunter Schwerverletzten wurde seit dem Anschlagszeitpunkt von ursprünglich 15 auf mittlerweile 29 korrigiert. Am Tag nach der Tragödie sind Angst, Bestürzung und Trauer spürbar – der Tatverdächtige wurde mittlerweile im Rahmen eines Polizeieinsatzes gestellt und getötet. Derweil melden sich auch Spitzenpolitiker verschiedener Parteien mit emphatischen Mitleidsbekundungen zu Wort. Seitens der Union werden auch deutliche Warnungen ausgesprochen – und Forderungen. Motive und einzelne Details des Anschlags am Rande des CSD Berlin noch unklar Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CDU) ordnete die Tat am Rande des CSD Berlin inzwischen als „islamistischen Anschlag“ ein, wie die Tagesschau berichtete. Grund ist, dass mit dem 21-jährigen Abdul B. ein junger Mann aus dem islamistischen Milieu im Zentrum der gegenwärtigen Ermittlungen steht. Der Tatverdächtige war den Behörden bekannt, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Die Motive der Tat sind noch Gegenstand von Ermittlungen, ebenso wie gewisse Details ihres Hergangs. So ist aktuell noch unklar, ob – wie verschiedene Augenzeugen berichteten – im Anschluss an den Fahrzeug-Anschlag auch eine Hieb-, beziehungsweise Stichwaffe vom Täter gegenüber Passanten eingesetzt wurde. Berlins Bürgermeister Wegener nennt Anschlag am Rande des CSD „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“ Unterdessen meldeten sich am Sonntag auch Spitzenpolitiker aus der deutschen Parteienlandschaft zu Wort. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zeigte sich erschüttert. „Wer friedlich feiernde Menschen angreift, greift diese freiheitlichen Werte, unsere offene Gesellschaft und die queere Community an“, sagte die SPD-Politikerin der dpa. Der queeren Community gelte „nach dieser abscheulichen Tat unsere besondere Anteilnahme und Solidarität“, betonte Hubig dabei. Auch kündigte Hubig eine Übernahme der Ermittlungen durch den in Karlsruhe ansässigen Generalbundesanwalt an. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegener (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) meldeten sich zu Wort. Hunderttausende hätten beim Berliner CSD „ein Zeichen für Menschenrechte, Vielfalt und Sicherheit“ setzen wollen. „Stattdessen wurden sie angegriffen. Solche Taten sind durch nichts zu rechtfertigen“, so Woidke. Wegener dagegen ordnete die Ereignisse vom Samstagabend als „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“ ein. Chef der Jungen Union kritisiert radikalen Islamismus – „eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere Gesellschaft“, als er am Sonntagmorgen mit einem Statement auf dem Kurznachrichtendienst X reagierte. Die „abscheuliche Tat“ werde nun „mit aller Härte verfolgt“, kündigte Merz an. Inzwischen meldeten sich auch Unionsvertreter zu Wort, die angesichts der Tat am Rande des CSD in Berlin einen härteren Ton anschlagen als Berlins amtierender Bürgermeister Wegener und Bundeskanzler Merz. So etwa der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, auf X: „Der Westen und der Islamismus: Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg“, schrieb Winkel im Kurznachrichtendienst X. Die Weckrufe würden aber ignoriert. „Statt sich zu wehren und mit aller Härte zurückzuschlagen, weigern wir uns, die Kriegserklärung zu hören.“ Der stellvertretende Unionsfraktionschef Günter Krings (CDU) sagte Reuters: „Dieser furchtbare Anschlag auf unsere freiheitliche Lebensweise, aber auch andere tödliche Attacken der letzten Zeit müssen jetzt Anlass sein, den Kampf gegen den Islamismus noch einmal zu intensivieren.“ (Quellen: Tagesschau, dpa, Reuters, X, Polizei Berlin)
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