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Fliegende „Raketen-Laster“: USA rüsten die alten F-15 aus den 70er Jahren komplett zu F-15EX-Kampfflugzeugen um

Fliegende „Raketen-Laster“: USA rüsten die alten F-15 aus den 70er Jahren komplett zu F-15EX-Kampfflugzeugen um
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Die US-Luftwaffe setzt weiter auf die F-15 und rüstet sie um. Die neue EX-Version trägt mehr Raketen und hält deutlich länger durch.

Die USA haben die F-15 Eagle aus den 70er-Jahren technisch so weit umgebaut, dass daraus mit der F-15EX ein weitgehend neues Kampfflugzeug entstanden ist. Der Jet trägt mehr Raketen, soll im Luftkampf länger bestehen und auf 20.000 Flugstunden kommen, berichtet das belgische Portal „Business AM“. Äußerlich bleibt die F-15EX dem ursprünglichen „Eagle“ fast vollständig treu. Mit den markanten Doppelleitwerken und den großen Tragflächen wirkt der Jet weiter wie das bekannte Muster aus den frühen 70er-Jahren. Im Inneren wurde das Flugzeug jedoch grundlegend neu aufgebaut. Digitale Steuerung macht die F-15EX zum, „Raketen-Lkw“ Der wichtigste Schritt war dem Bericht zufolge die Umstellung auf eine digitale Fly-by-Wire-Steuerung. Frühere F-15-Versionen übertrugen die Befehle des Piloten noch mechanisch über Stangen und Gestänge. Das neue System arbeitet präziser und stabiler und soll den Jet besser gegen Störungen absichern. Dank der digitalen Steuerung können nun auch zusätzliche Waffen unter den Flügeln mitgeführt werden. Dadurch kann die F-15EX nun bis zu zwölf Luft-Luft-Raketen tragen. Frühere Versionen kamen auf acht. Laut „Business AM“ hat sich das Flugzeug damit den Spitznamen „Raketen-Lkw“ verdient, weil es deutlich mehr Munition mitführen kann als Tarnkappenjets mit internen Waffenschächten. Neue Avionik mit Radar, Mission-Computer und Displays Auch Sensorik und Bordelektronik wurden umfassend erneuert. Eingebaut ist ein AESA-Radar vom Typ APG-82. Es arbeitet schneller, zuverlässiger und lässt sich schwerer stören als die älteren mechanischen Radarsysteme. Hinzu kommt der Missionscomputer ADCP II. Seine offene Architektur soll es der US-Luftwaffe ermöglichen, neue Software und Waffen binnen Monaten statt erst nach Jahren einzubinden. Im Cockpit wurden die alten monochromen Instrumente durch große hochauflösende Touchscreens ersetzt. Piloten erhalten damit eine moderne und anpassbare Benutzeroberfläche. Rundum-System soll Überleben im umkämpften Luftraum sichern Für Einsätze in besonders gefährlichen Gebieten bekommt die F-15EX außerdem das System EPAWSS, kurz für „Eagle Passive Active Warning Survivability System“ steht. Es handelt sich um ein vollständig digitales Paket für elektronische Kampfführung. Anders als ältere Störsysteme soll es unbekannte Bedrohungen in Echtzeit erkennen und darauf reagieren können. Für einen Jet ohne Tarnkappentechnik hat das Vorteile. Feindliche Sensoren können elektronisch gestört oder ausgeschaltet werden, damit das Flugzeug auch in stark umkämpften Lufträumen bestehen kann. Längere Lebensdauer und Hilfe aus Saudi-Arabien und Katar Neben der Elektronik wurde auch die Zelle überarbeitet. Die F-15EX soll laut dem Bericht eine Lebensdauer von 20.000 Flugstunden erreichen. Das entspricht ungefähr dem Doppelten der älteren F-15C. Ein Teil der Entwicklung wurde von internationalen Partnern mitfinanziert. Saudi-Arabien und Katar bezahlten wichtige Teile der Fly-by-Wire- und Cockpitsysteme. Für die US-Luftwaffe ist so ein vergleichsweise risikoarmes System entstanden, das sich bereits in der Praxis bewährt hat. Die F-15EX soll im Zusammenspiel mit Tarnkappenjets wie der F-35 eine andere Rolle übernehmen. Während diese tief in gegnerischen Luftraum eindringen, trägt die Eagle II große Raketenbestände, sichert aus der Distanz ab und kann auch Drohnen aus dem Hinterraum koordinieren. Laut „Business AM“ ist die F-15EX deshalb keine Modernisierung eines veralteten Entwurfs, sondern ein neues Flugzeug mit einer vertrauten Form.

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