Flieger im Landeanflug von Laser geblendet

Am vergangenen Donnerstag ist ein Privatflugzeug beim Landeanflug auf den Graz Airport von einem Laser geblendet worden. Verletzt wurde niemand, die Besatzung konnte den Trainingsflug fortsetzen. Die Polizei ermittelt nun, theoretisch sind hohe Freiheitsstrafen möglich.
Zu dem Vorfall kam es am Donnerstag gegen 22.10 Uhr. Aus der Grazer Innenstadt blendete eine unbekannte Person das Flugzeug und die Besatzung mehrfach mit einem grünen Laser. Zu diesem Zeitpunkt flog das Flugzeug rund 500 Meter über dem Boden. An Bord der aus Wiener Neustadt kommenden zweimotorigen Maschine befanden sich drei Personen: ein Fluglehrer sowie zwei Flugschüler. In Graz wollten sie ein sogenanntes „Touch-and-Go-Manöver“ durchführen. Dabei setzt das Flugzeug kurz auf der Landebahn auf, nimmt dann wieder Geschwindigkeit auf und hebt wieder ab. Hohe Freiheitsstrafen möglich Das Manöver gelang, danach flog die dreiköpfige Besatzung mit der Maschine weiter in Richtung Süden. Verletzt wurde niemand. Den Laser-Vorfall meldeten die Piloten umgehend per Funk an die nationale Luftfahrtbehörde und Flugsicherungsorganisation Austro Control. Diese erstatte infolgedessen Anzeige bei der Polizei. Seither wurde gefahndet, die Suche nach dem unbekannten Täter oder der unbekannten Täterin blieb jedoch erfolglos. Offiziell wird wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt ermittelt. Dabei handelt es sich um ein Vergehen, bei dem im Falle einer Verurteilung hohe Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren drohen.
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