Gaslighting und Verachten: Psychologen empfehlen, sich von diesen 5 Arten von Menschen zu distanzieren
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Manche Menschen schaden unbemerkt Ihrer psychischen Gesundheit. Studien zeigen, welche fünf Persönlichkeitstypen Sie besser meiden oder deren Kontakt einschränken sollten.
Toxische Dynamiken entstehen oft schleichend und zeigen sich in ganz unterschiedlichen Persönlichkeitstypen. Die französische Online-Zeitung „Psychologies“ stellt fünf davon vor, die Beziehungen emotional stark belasten und das psychische Wohlbefinden ihres Umfelds beeinträchtigen können. 1. Manipulative Personen gefährden das emotionale Gleichgewicht Ein Persönlichkeitstyp, der häufig psychische Belastungen auslöse, sei demnach der manipulativ-taktische. So zeigt etwa eine Studie mit 100 kroatischen Paaren, dass sich Menschen mit sogenannten dunklen Persönlichkeitszügen wie Narzissmus, Machiavellismus oder Psychopathie in Beziehungen häufig gezielt manipulativ verhalten. Auf diese Weise versuchen sie, Macht und Kontrolle über ihr Gegenüber zu gewinnen. Sie setzen dabei etwa auf Überwachung, bewusst geschürte Eifersucht oder emotionale Erpressung. So untergraben sie Vertrauen und Zufriedenheit in der Partnerschaft und drängen ihr Gegenüber nicht selten in eine psychisch belastende Abhängigkeit. 2. „Gaslighting“ untergräbt das Selbstvertrauen Ein weiterer Typ sei laut „Psychologies“ der sogenannte Realitätsverdreher, der gezielt versuche, die Wahrnehmung seines Umfelds zu verunsichern und zu manipulieren. Typisch sei, dass solche Menschen - Tatsachen leugnen, - frühere Aussagen abstreiten und - berechtigte Kritik als Überempfindlichkeit abtun. Wer dadurch immer häufiger an sich selbst, den eigenen Gefühlen oder der eigenen Erinnerung zweifelt, sollte aufmerksam werden und klare Grenzen setzen. Der Rhetoriktrainer Michael Ehlers nennt in einem Beitrag für FOCUS online Beispiele für gaslightendes Verhalten. Er erklärt, dabei handele es sich um eine besonders wirksame manipulative Kommunikationstechnik, die Beziehungen, Karrieren und sogar ganze Gesellschaften destabilisieren könne. Typische Aussagen seien etwa: - „Das habe ich nie gesagt.“ - „Du übertreibst.“ - „Du bildest dir das nur ein.“ 3. Menschen die „zum Spaß“ demütigen Psychisch aggressive Menschen setzen durch Spott, Beleidigungen und Demütigungen ihr Umfeld unter Druck. Eine Studie zeigt, dass solche Formen psychischer Gewalt erhebliche seelische Folgen für das Umfeld der Person haben können: Sie gehen häufig mit stärkerem Stress, Angstzuständen und depressiven Symptomen einher. Besonders belastend können wiederholte verletzende Kommentare, Einschüchterungen oder herabsetzende Bemerkungen sein, die das Selbstwertgefühl der Betroffenen nachhaltig angreifen. In manchen Fällen können diese Folgen sogar schwerer wiegen als die Auswirkungen körperlicher Übergriffe. 4. Kontrollverhalten schränkt persönliche Freiheit ein Ein weiterer Typus sei der kontrollierende Persönlichkeitstyp. Was nach außen oft wie Fürsorge oder Liebe wirkt, könne in Wahrheit Ausdruck von Zwangskontrolle sein. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 zeigt, dass dieses Verhalten in Beziehungen tiefgreifende Folgen für die psychische Gesundheit des Partners haben kann und signifikant mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) sowie Depressionen zusammenhängt. Typische Verhaltensweisen dieser Menschen sind: - Ständige Überwachung: Kontrollieren von Nachrichten oder täglichen Aktivitäten. - Soziale Isolation: Das gezielte Einschränken von Kontakten zu Freunden und der Familie. - Einschränkung der Autonomie: Die Kontrolle über Ressourcen wie Finanzen, den Zugang zu Arbeit oder Bildung sowie die Einmischung in persönliche Entscheidungen. - Eifersucht als Machtinstrument: Oft wird extreme Eifersucht genutzt, um einschränkendes Verhalten zu rechtfertigen. 5. Kritik und Verachtung als toxische Verhaltensmuster Menschen, die ständig kritisieren oder ihrem Gegenüber mit Verachtung begegnen, können eine Beziehung auf Dauer schwer belasten. Schon vor über 25 Jahren konnte der US-amerikanische Beziehungspsychologe John Gottman zeigen, dass Verhaltensweisen wie Missachtung zu den gefährlichsten Mustern in Partnerschaften zählen. Er beobachtete 79 verheiratete Paare über einen Zeitraum von 14 Jahre und fand: Augenrollen, abfällige Bemerkungen oder spürbare Abwertung gelten als besonders starke Warnzeichen für eine toxische Dynamik. Solche Verhaltensweisen führen oft zu emotionaler Distanz und nicht selten auch zur Trennung. Raus aus der toxischen Beziehung Wie sich Menschen bewusst aus einer toxischen Beziehung befreien können, erklärt Coachin und Mediatorin Annette Oschmann anhand eines klaren Perspektivwechsels. Entscheidend sei, den Blick wieder auf sich selbst zu richten und zu erkennen, dass Betroffene weder schuld seien noch sich für die Beziehung grundlegend ändern müssten. Für den Weg in ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben nennt Oschmann drei zentrale Schritte: - Selbstreflexion starten: Ein gutes Gefühl für sich selbst ist die Basis für die erfolgreiche Trennung. - Glaubenssätze überarbeiten: Sie entstehen oft in Kindheit und Jugend. Sie sind der Hauptgrund, warum jemand in eine toxische Beziehung gerät und können in jedem Alter positiv verändert werden. - Grenzen ziehen: Nur gute persönliche Grenzen schützen vor toxischen Übergriffen.
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