Grazer Forscher warnen - Aktuelle Hitzewelle könnte alle Rekorde sprengen

Österreich erlebt laut Forschern des Wegener Centers der Uni Graz aktuell die extremste Hitzewelle seit Beginn der Messungen. Forscher Gottfried Kirchengast warnt: Ohne den menschengemachten Klimawandel wäre ein derartiges Ereignis praktisch ausgeschlossen – die Folgen für Mensch, Natur und Wirtschaft sind enorm.
Österreich erlebt laut Forschern des Wegener Centers der Uni Graz aktuell die extremste Hitzewelle seit Beginn der Messungen. Forscher Gottfried Kirchengast warnt: Ohne den menschengemachten Klimawandel wäre ein derartiges Ereignis praktisch ausgeschlossen – die Folgen für Mensch, Natur und Wirtschaft sind enorm. So extrem war die Hitze in Österreich laut den Forschern des Wegener Centers der Uni Graz noch nie. Die derzeitige Hitzewelle werde voraussichtlich sogar den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2013 übertreffen und damit zur stärksten seit Beginn der Messungen werden. Selbst das bisherige Rekord-Hitzejahr 2015 dürfte 2026 übertroffen werden. „Menschengemachtes“ Problem Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommen Klimaforscher Gottfried Kirchengast und Jürgen Fuchsberger. Das Team bewertet Hitzewellen nicht nur nach einzelnen Höchsttemperaturen, sondern auch danach, wie groß die betroffene Fläche ist und wie lange die Hitze anhält. Daraus ergibt sich ein klares Gesamtbild der Belastung. Ohne den menschengemachten Klimawandel wäre ein derart extremes Ereignis nach Berechnungen der Grazer Wissenschafter praktisch ausgeschlossen. Rund 80 Prozent der Stärke solcher Hitzewellen seien auf „die vom Menschen verursachte Erderwärmung zurückzuführen“. 1,4 Milliarden Euro Schaden Die Folgen seien weitreichend: Die enorme Hitze belaste Menschen, Natur und Infrastruktur gleichermaßen, fördere Trockenheit und Waldbrandgefahr und sorge für einen stark steigenden Kühlbedarf. Für die beiden Hitzewellen dieses Sommers schätzen die Forscher die Schäden in Österreich in einer ersten groben Berechnung auf rund 1,4 Milliarden Euro.
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