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Hohe Brandgefahr und Regelverstöße: Stadt führt große Kontrollaktion im Erholungsgebiet durch

Hohe Brandgefahr und Regelverstöße: Stadt führt große Kontrollaktion im Erholungsgebiet durch

Die Stadt führt gemeinsam mit Feuerwehr und DLRG eine umfassende Kontrollaktion in den Dietesheimer Steinbrüchen durch. Die Brandschützer prüfen dabei, ob für den Ernstfall alle Wege frei befahrbar sind.

Hohe Brandgefahr und Regelverstöße: Stadt führt große Kontrollaktion im Erholungsgebiet durch Uns auf Google folgenDie Stadt führt gemeinsam mit Feuerwehr und DLRG eine umfassende Kontrollaktion in den Dietesheimer Steinbrüchen durch. Die Brandschützer prüfen dabei, ob für den Ernstfall alle Wege frei befahrbar sind. Mühlheim – Es weht ein leichter Wind über die Felsen, lässt die Wipfel der Bäume langsam hin und her wiegen, im hohen Gras zirpen Insekten um die Wette, die Sonnenstrahlen tanzen funkelnd über die Wasseroberfläche auf dem Grünen See. Das Mühlheimer Naherholungsgebiet (NEG) bietet mit seinen pittoresken Landschaften, wertvollen Streuobstwiesen und verschlungenen Wanderwegen ein echtes Rundum-Paket für alle, die sich gerne in der Natur aufhalten. Insbesondere im Sommer lockt das Gebiet zahlreiche Besucher von Nah und Fern – doch nicht jeder hält sich bei seinem Abstecher an die Regeln. Egal ob freilaufende Hunde, rücksichtlose Wildgriller, Vandalismus an Sitzmöbeln, achtlos entsorgter Müll oder das illegale Schwimmen in einem der vielen, kleinen Seen: Die Liste mit potenziellen Vergehen ist lang. Um dem zumindest ein wenig entgegenzuwirken, hat die Stadt gezielte Maßnahmen und Aktionen geplant. Eine davon dreht sich um wiederkehrende Schwerpunktkontrollen im Bereich der Steinbrüche zu Sensibilisierungs- und Aufklärungszwecken. Vor Kurzem sind daher zwei Teams der Freiwilligen Feuerwehren gemeinsam mit der Ordnungspolizei – ergänzt durch die „Schutzfrau vor Ort“, Vera Schlimme – und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die mit einem Boot den Grünen See patrouilliert hat, ins Erholungsgebiet ausgerückt. Bei den Kontrollen mussten laut Informationen der Stadt nur wenige mündliche Verwarnungen ausgesprochen werden. „Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden zu freilaufenden Hunden sowie Schwimmern in den Seen gegeben hatte, konnten diese Verstöße dieses Mal nicht festgestellt werden“, heißt es in einer Mitteilung. Das Fazit der Aktion fällt insgesamt positiv aus. Während Ordnungsamt, Polizei und DLRG auf ihren Routen primär mit Besuchern des Gebiets in Kontakt getreten sind, um auf potenzielle Fehlverhalten aufmerksam zu machen, ist der Dietesheimer Wehrführer Gerald Linke mit seiner Mannschaft die hiesigen Rettungswege abgefahren. Denn die Waldbrandgefahr ist in Hessen aufgrund der trockenen Wetterlage nach wie vor äußerst hoch – umso wichtiger, dass sich Einsatzkräfte und Geräte im Ernstfall möglichst schnell und unkompliziert fortbewegen können. Und das fängt oftmals schon am Eingang zum NEG an. „Je nach Wetterlage und Tageszeit kann es im Sommer schon mal vorkommen, dass der Parkplatz sehr stark gefüllt ist und wichtige Zufahrten von Autos blockiert werden“, erzählt Linke. Während der jüngsten Kontrollaktion hätten sein vierköpfiges Team und er das Gelände jedoch ohne Probleme mit ihren großen Einsatz- und Löschfahrzeugen befahren können. „Es gab nicht einen Falschparker vor Ort, was uns natürlich sehr freut.“ Ebenfalls positiv sei die Bilanz auf den umliegenden Pfaden und Wegen im NEG ausgefallen. „Wir haben in erster Linie darauf geachtet, ob die Befahrbarkeit durch Grünschnitt oder andere Hindernisse erschwert wird“, berichtet Linke und ergänzt: „Während unserer Kontrollfahrten sind uns keine kritischen Stellen aufgefallen – es war alles gut und ohne größere Probleme zugänglich.“ Lediglich auf einem Weg habe ein umgestürzter Baum das Vorankommen der Truppe behindert – laut dem Wehrführer aber kein Grund zur Sorge. „Da es sich um eine Örtlichkeit handelt, die für unsere großen Einsatzfahrzeuge ohnehin nur sehr schwer passierbar wäre, ist das nicht weiter schlimm.“ Wichtig sei nur, im Ernstfall so nah wie möglich an den Einsatzort heranfahren zu können – etwa um schwere Gerätschaften nicht über weite Distanzen transportieren zu müssen. „Wenn es zum Beispiel Verletzte gibt oder jemand ins Wasser gestürzt ist, müssen wir im Zweifelsfall auch mit einem Boot anrücken und damit zu einer geeigneten Stelle fahren, an der wir es sicher ins Wasser lassen können“, nennt Linke ein Beispiel und betont: „Genau aus diesem Grund ist es essenziell, das Gelände regelmäßig zu überprüfen.“ Linke und seine Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr haben die Lage im NEG auch weiterhin genau im Blick. „Dieses Jahr wurden wir trotz der extremen Temperaturen bislang erst zu zwei wirklich überschaubaren Bränden im NEG gerufen – aber die Lage bleibt dennoch angespannt.“ (jlf)

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