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Huthis rüsten für Teherans Strategie: Bab al-Mandab soll zur zweiten Hormus-Falle werden

Huthis rüsten für Teherans Strategie: Bab al-Mandab soll zur zweiten Hormus-Falle werden

Iran will mittels der Huthi-Miliz das Rote Meer sperren. Was die doppelte Blockade mit der Straße von Hormus für den Welthandel bedeuten würde.

Huthis rüsten für Teherans Strategie: Bab al-Mandab soll zur zweiten Hormus-Falle werden Uns auf Google folgenIran will mittels der Huthi-Miliz das Rote Meer sperren. Was die doppelte Blockade mit der Straße von Hormus für den Welthandel bedeuten würde. Sanaa – Die Huthi-Rebellen bereiten sich darauf vor, die Meerenge von Bab al-Mandab im Auftrag des Iran zu schließen. Eine Quelle sprach gegenüber The Telegraph von einem gezielten Versuch Teherans, „die andere Seite des Roten Meeres“ zu kontrollieren und ein Szenario zu schaffen, das seiner Kontrolle über die Straße von Hormus ähnelt. Die Straße von Bab al-Mandab liegt auf der Westseite der Arabischen Halbinsel gegenüber von Hormus und bildet einen Engpass zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean. Sie trennt den Jemen von der Küste Ostafrikas. Content-Partnerschaft Dieser Artikel von Akhtar Makoii entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk Die schiitisch-islamistische Huthi-Miliz im Jemen ist ein regionaler Stellvertreter des Mullah-Regimes. Die Miliz bereitet nach Angaben aus dem Jemen eine Schließung der Meerenge vor und baut dabei ihren Einfluss am Horn von Afrika aus. Die Huthis, die im Jemen an der Küste der Meerenge sitzen, arbeiteten nach den Angaben mit der somalischen Miliz al-Schabab zusammen, um beide Seiten der Wasserstraße zu kontrollieren. Ziel sei es, der Weltwirtschaft weiteren Schaden zuzufügen und den Druck auf Donald Trump zu erhöhen. Die Quelle sagte: „Es gibt viele Hinweise auf eine Koordinierung zwischen den Huthis und al-Schabab. Diese Koordinierung zielt darauf ab, die Straße von Bab al-Mandab vollständig zu kontrollieren und zu blockieren, wenn der Iran dies künftig entscheidet. Die Huthis übertragen im Auftrag des Iran Drohnentechnologie an al-Schabab, sodass die Huthis zu den Führern der Region werden.“ Beide Meerengen sind entscheidende Wasserwege für die globale Energieversorgung. Iran plant im Krieg Blockade des Roten Meeres mit der Huthi-Miliz Rund 10 bis 12 Prozent des jährlichen Seeverkehrs verlaufen durch die Straße von Bab al-Mandab, die der einzige Ein- und Ausgang zum Suezkanal bei Ägypten ist. Der Suezkanal verbindet das Rote Meer und damit auch den Indischen Ozean mit dem Mittelmeer und den Häfen in Europa. Als die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begannen, schloss Teheran die Straße von Hormus faktisch für den Schiffsverkehr. Die Blockade der Straße von Hormus trieb die Preise für Öl, Dünger und viele andere Güter weit über die Region hinaus in die Höhe und verschaffte dem Iran erheblichen Einfluss in den Verhandlungen mit der Trump-Regierung. „Dies ist Teil der Strategie des Iran und der Huthis“, fügte die Quelle hinzu, „Bab al-Mandab vollständig zu kontrollieren – wie Hormus.“ Vorerst halten sich die Huthis zurück. Die Quelle sagte: „Es ist keine kluge Idee für den Iran, alle seine Karten gleich zu Beginn gleichzeitig auszuspielen.“ Die Huthis haben beim Iran gelernt, wie sie den Enthauptungsschlägen widerstehen können, die einen Großteil der iranischen Führung im Krieg töteten, und benennen nun für jeden hohen Posten mehrere Nachfolger und bereiten sich auf einen langen Kampf vor. Abdul-Malik al-Huthi, der Anführer der Gruppe, hat ein Familienmitglied bestimmt, das ihn im Falle seines Todes ersetzen soll, Teil eines Systems von „Schattenführern“. Jede Schließung der Straße von Bab al-Mandab würde die Weltwirtschaft in einem bisher ungekannten Ausmaß stören. Frachtschiffe wären zu einem wochenlangen Umweg um die Südspitze Afrikas gezwungen, was die Kosten weltweit in die Höhe treiben würde. Beide Meerengen – Bab al-Mandab und Hormus – sind noch nie gleichzeitig geschlossen worden. Die Huthis haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, die Wasserstraße zu blockieren. Während des Gaza-Krieges beschossen sie monatelang Handelsschiffe im Roten Meer und vertrieben dadurch einen Großteil der weltweiten Schifffahrt von der Route. Damals versuchte eine von den USA geführte Marinekoalition vergeblich, sie aufzuhalten. Die Rebellenorganisation ist inzwischen das gefährlichste und autonomste Mitglied der iranischen „Achse des Widerstands“, seitdem israelische Angriffe die Hisbollah im Libanon schwer getroffen und einen Großteil der iranischen Führung getötet haben. Was sind die Ziele der iranischen Stellvertretermiliz Huthi? Doch die Huthis sind Partner, keine Marionetten. Sie unterstehen ihrer eigenen Führung in Sanaa, verfolgen ihren eigenen Krieg mit Saudi-Arabien und wählen ihre eigenen Zeitpunkte. Experten erklärten, die aus dem Iran stammenden Drohnen, die die Huthis angeblich mit al-Schabab teilen, würden die Reichweite der Gruppe unabhängig von Teheran vergrößern – selbst wenn die Miliz zugleich den Interessen des Iran dient. Diese Autonomie verschafft dem Iran Abstreitbarkeit, bedeutet aber auch, dass Teheran das Timing oder die Bedingungen nicht vollständig kontrollieren kann. Und sie fügt sich in eine Strategie ein, die der Iran bereits formuliert hat. Eine von der iranischen Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte Doktrin bezeichnete Bab al-Mandab als die vorgesehene zweite Front in einem größeren Krieg. Fars steht den Islamischen Revolutionsgarden nahe. Zweite Front im Iran Krieg: Saudi Arabien greift Huthi-Stellungen an Darin hieß es, die Meerenge solle gemeinsam mit Hormus geschlossen werden, um die „Finanzierung und Logistik“ der Feinde des Iran zu unterbrechen und den Welthandel zu würgen. Analysten betonten, dass die Interessen der Huthis nicht vollständig mit denen des Iran übereinstimmen. Eine Schließung von Bab al-Mandab würde zwar Teherans Zielen dienen, zugleich aber den Huthis ermöglichen, Saudi-Arabien, ihren langjährigen Feind, zu bestrafen und ihre eigenen regionalen Ambitionen voranzutreiben. Die Gruppe könnte aus eigenen Motiven handeln, die sich lediglich mit denen des Iran überschneiden. Diese Spannungen entzünden sich bereits. Saudi-Arabien hat den alten Konflikt mit den Huthis faktisch neu eröffnet, indem es am Montag (13. Juli) die Start- und Landebahn des internationalen Flughafens von Sanaa bombardierte. Damit sollte die Landung eines iranischen Passagierflugzeugs in der von den Huthis kontrollierten jemenitischen Hauptstadt verhindert werden. Die Spannungen könnten zu einer neuen Front des Iran-Kriegs werden. Der Angriff wurde von der international anerkannten jemenitischen Regierung für sich beansprucht. Diese wird allerdings von Saudi-Arabien unterstützt und verfügt über keine funktionsfähige Luftwaffe. Ein Sprecher der Huthis machte daher Saudi-Arabien direkt verantwortlich. Als Reaktion feuerten die Huthis Raketen auf den Süden Saudi-Arabiens ab, die das Königreich nach eigenen Angaben abfing, und brachen damit einen Waffenstillstand, der weitgehend seit März 2022 gehalten hatte. Der Waffenstillstand war einem zehnjährigen Krieg gefolgt, in dem nach Schätzungen der UN rund 377.000 Menschen starben, die meisten von ihnen durch Hunger und den Zusammenbruch der Infrastruktur.

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