In 45 Minuten wird Frankreichs „Frechheit“ gegen England zum puren Fiebertraum
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England schlägt Frankreich mit 6:4 und wird WM-Dritter. Zur Halbzeit liegen die Franzosen 0:4 hinten. MagentaTV-Kommentator Christian Straßburger wird deutlich.
Als Schiedsrichter Jesus Valenzuela im Spiel um Platz 3 zur Halbzeit pfiff, plärrte MagentaTV-Kommentator Christian Straßburger eine als Frage getarnte Ungläubigkeit ins Mikrofon: „Was haben wir hier gerade erlebt!?“ Zu diesem Zeitpunkt führte England mit 4:0 gegen bis dahin desolate Franzosen. Declan Rice (3. Minute), Ezri Konsa (18.) sowie Bukayo Saka (37./45.+1) trafen, und Straßburgers Stimme überschlug sich: „Die Franzosen sind fassungslos, auch England kann’s nicht glauben. Es wird zur Demütigung für die ÉquipeTricolore. Die Franzosen brechen auseinander!“ Frankreichs „Frechheit“ wird in der zweiten Halbzeit zum puren Fiebertraum MagentaTV-Moderator Jan Henkel formulierte es noch drakonischer: „Das ist erschreckend, eine Frechheit und teilweise Leistungsverweigerung.“ Eine Stunde später, gegen 1 Uhr morgens deutscher Zeit, war aus einem 0:4-Rückstand ein 4:6-Endstand geworden und das Resümee ein völlig anderes „Ein episches Fußballspiel“, rief Straßburger nach dieser denkwürdigen Nacht von Miami: „Es gibt für all das keine Worte mehr. Wie kann man diesen Sport nicht lieben? Es soll mir keiner kommen, dass man das Spiel um Platz 3 nicht mehr braucht.“ In der Tat. Dieser Samstagabend wurde zum Fußball-Fiebertraum. England zunächst gnadenlos, Frankreich verrennt sich Je sieben Wechsel in der Startelf hatten die Trainer Thomas Tuchel (England) und Didier Deschamps (letztes Spiel für Frankreich nach 14 Jahren Amtszeit) im Vergleich zu den Halbfinals vorgenommen. Dann entwickelte sich eine Partie mit völliger Anarchie. Zunächst saß bei den Engländern fast jeder Schuss, während sich die Franzosen permanent verrannten und verzettelten. „Es war katastrophal. Wir dürfen uns sowas nicht erlauben gegen ein Team, das ein richtiges Spiel spielt. Wir spielen ein Freundschaftsspiel“, echauffierte sich Deschamps zur Halbzeit. Bezeichnend: Nach dem vierten Gegentreffer lachte Frankreich-Superstar Kylian Mbappé ironisch. Kurz danach vertändelte er abermals einen Ball, seine Reaktion: Es gab keine. „Was für ein Zeichen von Mbappé als Kapitän dieser Mannschaft“, empörte sich Straßburger. „Enttäuschung ist klar. Aber du verlierst erneut diesen Ball, drehst dich einfach weg und lässt deine Mannen hinterherlaufen.“ Frankreichs Comeback ist groß, aber nicht genug Nach Wiederanpfiff war plötzlich alles anders – als hätten England und Frankreich die Trikots getauscht. Mbappé (48.), Bradley Barcola (54.) und wieder Mbappé mit seinem zehnten WM-Tor (66.) machten aus einem 0:4 prompt ein 3:4. Nach vielen vergebenen Riesenchancen, besonders von Bayerns Michael Olise, würgte ein verwandelter Saka-Elfmeter (87.) das imposante Frankreich-Comeback ab. Ousmane Dembélé verkürzte nochmals (90.+6), Jude Bellingham machte Bronze für England endgültig klar (90.+8). Welch ein Schlagabtausch, im wahrsten Sinne. Während Saka von einem „verrückten“ Abend sprach, fasste es Mbappé so zusammen: „In der ersten Halbzeit kann ich verstehen, dass einige ein bisschen entsetzt waren. Wir haben dem Trikot nicht die Ehre erwiesen. Dann sind wir aufgewacht. Wir wollten dem Trainer ein Geschenk machen und uns für alles bedanken. Dieses Spiel wird die Legende von Didier Deschamps nicht beschädigen.“ Englands bestes WM-Ergebnis seit 1966: „Riesenrespekt vor der Mentalität“ Tuchel, der vor Anpfiff viele Buhrufe der englischen Fans kassiert hatte, sprach von einer „fantastischen ersten und turbulenten zweiten Halbzeit“. Sein Team lobt er überschwänglich: „Massives Kompliment und Riesenrespekt vor der Mentalität, die wir gezeigt haben – daran hatte ich nie Zweifel. Aber ich war besorgt, dass es physisch nicht reichen würde. Wir sind einfach müde von den letzten Wochen, das konnte man in der zweiten Halbzeit sehen.“ England schleppte sich ins Ziel und holte sein bestes WM-Ergebnis seit dem Triumph von 1966. Bei den Turnieren 1990 und 2018 waren die Spiele um Platz 3 jeweils verloren gegangen. Die Bilanz von Magenta-Mann Straßburger fiel prägnant aus: „Was. Für. Ein. Spektakel.“ Würdige letzte Worte. - Anzeige Die komplette Fußball-WM live Free-TV reicht nicht: Nur bei MagentaTV sehen Sie alle 104 WM-Spiele live – davon 44 exklusiv. Der monatlich kündbare Flex-Tarif kostet regulär 11 Euro. Im Smart-Tarif mit 24 Monaten Laufzeit streamen Sie die ersten 6 Monate gratis und erhalten dauerhaft Zugang zu RTL+ Premium.
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