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Jordi Savall gestaltete ein strahlendes Styriarte-Finale

Jordi Savall gestaltete ein strahlendes Styriarte-Finale
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Den krönenden Abschluss des diesjährigen Styriarte-Festivals stellten die beiden Konzerte von Jordi Savall dar. Das allerletzte, das am Sonntag das Publikum in der Helmut-List-Halle begeisterte, widmete sich eher streng-schönen Gesängen und Kompositionen. Je eine Version von "De profundis" von Michel-Richard de Lalande und Arvo Pärt sowie ein "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier standen auf dem Programm und überzeugten durch ihre klare Spielweise.

Jordi Savall gestaltete ein strahlendes Styriarte-Finale Den krönenden Abschluss des diesjährigen Styriarte-Festivals stellten die beiden Konzerte von Jordi Savall dar. Das allerletzte, das am Sonntag das Publikum in der Helmut-List-Halle begeisterte, widmete sich eher streng-schönen Gesängen und Kompositionen. Je eine Version von "De profundis" von Michel-Richard de Lalande und Arvo Pärt sowie ein "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier standen auf dem Programm und überzeugten durch ihre klare Spielweise. Lesedauer: 1 Minute Jordi Savall, seit vielen Jahren Dauergast und Anziehungspunkt des Festivals, hat für das Konzert "De profundis" auf seine Kernkompetenz zurückgegriffen: Alte Musik in Perfektion und voller Leben, nur Musik, kein Brimborium, alles streng und geordnet und dadurch absolut überzeugend. Mit dem Musikensemble Le Concert des Nations ist er ebenso eingespielt wie mit der Gesangsformation La Capella Reial de Catalunya. Da sitzt jeder Ton, da sind die Stimmen perfekt gewählt, ohne Vibrato und voller Ausdruck. "De profundis" und "Te Deum" als dunkel-schöne Ergänzung Zu Beginn erklang "De profundis" von Michel-Richard de Lalande, dem Lieblingskomponisten von Ludwig XIV., dem Sonnenkönig. Das Werk beginnt mit grabesdunklen Tönen und erinnert dann fast an ein Drama, mit seiner Abwechslung von Solostimmen, Trio oder Chorpassagen. Es mündet in einen optimistischen Tanz in C-Dur, gleichsam die Apotheose des Königs nach seinem Tod. Weniger düster, dafür äußerst machtvoll ertönte Charpentiers "Te Deum". Gleich am Anfang erklingt als Prélude die mittlerweile als Eurovisionshymne bekannte Melodie - und was Savall und seine Mitwirkenden aus dieser abgenudelten Tonfolge machten, war mehr als hörenswert. So klar, so frisch und so direkt erklang die Musik, als wäre sie gerade erst entstanden. Auch hier eine Freude, wie sehr Sing- und Orchesterstimmen aufeinander abgestimmt waren und das Werk geradezu golden schimmern ließen. Ein starker Kontrast dazu Arvo Pärts Version des "De profundis" für Männerchor, Schlagzeug und Orgel. Ein von Savall bei Pärt bestelltes Werk erklang als Zugabe, und damit doch das Helle überwiegt, gab es noch einen heiteren Ausklang. Der knapp 85-jährige Savall ist bei der Styriarte bereits für die nächsten Jahre als Fixpunkt gesetzt und kann hoffentlich noch oft seine Kompetenz für Genauigkeit und Schönheit in puncto Alte Musik unter Beweis stellen. (Von Karin Zehetleitner/APA) (S E R V I C E - https://styriarte.com/produktionen/de-profundis ) (Quelle: APA)

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