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Kleine Bälle - große Geschichte

Kleine Bälle - große Geschichte

Mit einem festlichen Jubiläumsabend, einer liebevoll gestalteten Ausstellung und einem gut besuchten Tag der offenen Tür haben die TTF Liebherr Ochsenhausen ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert.

Tischtennis Kleine Bälle - große Geschichte Ochsenhausen • Lesedauer: 5 min. Das Jubiläumswochenende bot einen ebenso würdigen wie unterhaltsamen Rückblick auf sieben Jahrzehnte Vereinsgeschichte – und machte zugleich deutlich, warum der Verein seit vielen Jahren weit über die Region hinaus zu den Aushängeschildern des deutschen Tischtennissports zählt. Zum offiziellen Festakt in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle begrüßte TTF-Präsident Kristijan Pejinovic zahlreiche ehemalige und aktuelle Weggefährten, langjährige Mitglieder sowie hochrangige Gäste aus Sport und Wirtschaft. Sein besonderer Dank galt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihren Einsatz, so Pejinovic, wäre weder ein Jubiläumswochenende dieser Größenordnung noch der Bundesliga-Alltag der vergangenen Jahrzehnte denkbar. Ebenso würdigte er die Firmengruppe Liebherr, die den Verein seit 35 Jahren als Partner und seit 30 Jahren auch als Namenssponsor begleitet. Sportliche Prominenz vor Ort Den Reigen der Grußworte eröffnete der Präsident von Tischtennis Baden-Württemberg, Rainer Franke. Er hob insbesondere die vorbildliche Nachwuchsarbeit der TTF sowie deren Leuchtturmfunktion für den Tischtennissport in Baden-Württemberg hervor. Gleichzeitig erinnerte er an den 2013 verstorbenen Rainer Ihle, dessen Weitblick und Tatkraft den Verein nachhaltig geprägt haben. Auch Dr. Michael Schieble, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Biberach, gratulierte zum Jubiläum nicht mit leeren Händen. Einen großzügigen Spendenscheck hatten die TTF bereits in moderne Trainingsgeräte investiert. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Schieble, im bisherigen Gerätebestand hätten sich vermutlich noch Trainingsutensilien aus der Gründerzeit des Vereins befunden – eine Bemerkung, die für viele schmunzelnde Gesichter sorgte. Sportliche Prominenz war zweifelsohne auch in Person von Richard Prause vor Ort. Der heutige Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes trug von 1994 bis 1996 selbst das Trikot der TTF und gewann mit ihnen 1996 den Nancy-Evans-Cup. Seine Glückwünsche zum Jubiläum verband der ehemalige Bundestrainer der Herren mit unterhaltsamen Anekdoten aus seiner aktiven Zeit in Ochsenhausen und traf damit genau den richtigen Ton. Unter den Gästen befand sich auch Steffen „Speedy“ Fetzner, der vielen Tischtennisfreunden sicherlich noch als Doppel-Weltmeister von 1989 an der Seite von Jörg Roßkopf in bester Erinnerung ist. Bis auf den japanischen Spitzenspieler Shunsuke Togami, der zeitgleich bei einem internationalen Turnier in Brasilien im Einsatz war, war auch die komplette aktuelle Bundesliga-Mannschaft der TTF vertreten. Sie präsentierten sich auch beim Tag der offenen Tür ihren Fans, lieferten sich Showkämpfe und erfüllten geduldig zahlreiche Autogrammwünsche. Auch Publikumsliebling Simon Gauzy, viele Jahre eine prägende Figur des Ochsenhauser Teams, genoss den Abend gemeinsam mit seiner Familie und zahlreichen alten Weggefährten. Spannende Zeitreise Ein besonderer Höhepunkt der Festlichkeiten war auch die Ausstellung im Leistungszentrum. Sie führte die Besucher auf eine spannende Zeitreise durch 70 Jahre Vereinsgeschichte. Historische Fotos, Urkunden, Trikots und zahlreiche persönliche Erinnerungsstücke ließen sportliche Erfolge ebenso lebendig werden wie die vielen kleinen Geschichten der Gäste am Rande. Zahlreiche Leihgaben aus den Reihen der Mitglieder machten diese Ausstellung möglich. Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail hatte Manuela Pfender gemeinsam mit ihrem Organisationsteam diese vorbereitet. Präsident Pejinovic würdigte dies mit einem Blumenstrauß und herzlichen Dankesworten. Ebenso hob er die Arbeit des Geschäftsstellenteams um Dominik Datz und André Rapp hervor. Neben der Organisation des gesamten Jubiläumswochenendes hatten sie unzählige Stunden Videomaterial gesichtet, zu informativen Kurzfilmen aufbereitet und damit die Ausstellung eindrucksvoll bereichert. Den Abschluss des offiziellen Festabends bildete die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder. Gemeinsam mit Teammanager Manuel Pfender brachte Pejinovic auf den Punkt, worauf es bei aller sportlichen Ambition letztlich ankommt: „Natürlich arbeiten wir für sportliche Erfolge und Titel. Aber leben tut ein Verein einzig und allein durch seine Mitglieder.“ Entsprechend groß fiel der Dank an alle aus, die die Geschichte der TTF Liebherr Ochsenhausen über sieben Jahrzehnte hinweg mitgestaltet haben – auf und neben der Platte. Für über 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden dabei Dieter Bodenmüller, Gerhard Seitz, Karlheinz Biechele, Helmut Ries, Peter Traebert, Hubert Köberle und Reinhold Wohnhas. Ein Fest für die ganze Familie Auch mit dem anschließenden „Tag der offenen Tür“ zeigte man sich bei den TTF zufrieden. Teammanager Manuel Pfender betonte: „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz des Sonntags. Ob Hüpfburg, Kinderschminken, das Spielen mit dem Tischtennis-Roboter – überall war den ganzen Tag Betrieb.“ Bei strahlendem Sonnenschein fanden dabei den ganzen Tag über zahlreiche Besucher den Weg nach Ochsenhausen. Ob Tischtennisbegeisterte, Familien, Vereinsmitglieder oder interessierte Bürgerinnen und Bürger – das Publikum war bunt gemischt und sorgte bereits ab der Eröffnung um 10:30 Uhr für reges Treiben auf dem gesamten Veranstaltungsgelände. Im Mittelpunkt stand dabei die Möglichkeit, den Tischtennissport hautnah zu erleben. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, selbst mit den Bundesliga-Profis Iulian Chirita, Daniel Berzosa, Tiago Abiodun und Darius Movileanu an den Tisch zu gehen. Das anschließende Showmatch der vier Spieler begeisterte die zahlreichen Zuschauer mit spektakulären Ballwechseln und war einer der sportlichen Höhepunkte des Tages. Großen Zuspruch erhielt auch das erstmals ausgetragene 1-Punkt-Turnier, bei dem ein einziger Ballwechsel über Sieg oder Niederlage entschied. Den Turniersieg sicherte sich Ina Grob vor Marcel Seemann und Nico Riedmüller. Auch abseits der Tische gab es viel zu entdecken. Zahlreiche Besucher versuchten sich am Robo-Pong und sammelten Punkte für attraktive Preise oder spielten an den Mini-Tischtennistischen. Die Fotobox im Jubiläumsdesign war durchgehend gut besucht und hielt viele schöne Erinnerungen an den Tag fest. Doch nicht nur Tischtennisfans kamen auf ihre Kosten. Auf dem Festplatz sorgten eine Hüpfburg, Kinderschminken und Jubiläumsluftballons ebenso für leuchtende Kinderaugen. Ein weiterer Publikumsmagnet war der große Historienrundgang im Liebherr Masters College. Auf sieben Stationen wurde die Entwicklung der TTF von den Anfängen in der Kreisklasse bis zur europäischen Spitze eindrucksvoll dokumentiert. Mannschaftsbilder sämtlicher Jahrzehnte, historische Saisonmagazine, Trikotsammlungen, Urkunden, Medaillen, Zeitungsberichte und zahlreiche Erinnerungsstücke machten die Vereinsgeschichte lebendig. Auch der Fanclub Barockstiere präsentierte an einem eigenen Stand seine Geschichte und seine enge Verbundenheit zum Verein. Besonders beeindruckend waren die in den Kabinen laufenden historischen Filmaufnahmen und Zusammenschnitte bedeutender Erfolge – von frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen bis hin zu den größten Erfolgen der vergangenen Jahre.

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