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Landkreis zahlt 12.500 Euro – wöchentlich 50 Freikarten für Arme

Landkreis zahlt 12.500 Euro – wöchentlich 50 Freikarten für Arme

Der Landkreis Gießen fördert die Kulturloge mit 12.500 Euro pro Jahr. Damit vermittelt der Verein kostenlose Eintrittskarten an Menschen mit geringem Einkommen.

Wöchentlich 50 Freikarten für Bedürftige Uns auf Google folgenDer Landkreis fördert die Kulturloge Gießen mit 12.500 Euro pro Jahr. Damit vermittelt der Verein kostenlose Eintrittskarten an Menschen mit geringem Einkommen. Kreis Gießen – Kultur schafft Begegnungen, eröffnet neue Perspektiven und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit möglichst viele Menschen daran teilhaben können, setzt der Landkreis Gießen seine Förderung der Gießener Kulturloge fort – dies hat kürzlich der Kreisausschuss beschlossen. Der Verein erhält weiterhin einen jährlichen Zuschuss von 12.500 Euro. Mit der Förderung wird eine halbe Personalstelle finanziert. Sie koordiniert die Vermittlung kostenloser Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen an Menschen mit geringem Einkommen. „Jeder soll an Kultur teilhaben können, unabhängig davon, was im Portemonnaie ist“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Ich bin überzeugt, dass Kultur der Schlüssel zu mehr Gemeinschaft ist. Mehr kulturelle Teilhabe ist deshalb auch ein wichtiger Baustein zu einer ‚gelebten funktionierenden Demokratie‘.“ Die Kulturloge Gießen vermittelt Freikarten, die Kulturveranstalter zur Verfügung stellen, an Menschen, die sich den Besuch sonst nicht leisten könnten. Die Gäste werden über regionale Sozialpartner vermittelt; konkret sind das die Awo, die Caritas, das Diakonische Werk, die Lebenshilfe, der Fachdienst Soziales des Landkreises Gießen und die Zaug gGmbH und deren Gemeinwesenarbeiter in den Kommunen. Dabei legt der Verein besonderen Wert auf Diskretion und darauf, dass alle Gäste Veranstaltungen ohne Stigmatisierung besuchen können. Mehr Gäste aus dem Kreis gewinnen Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Gäste nicht nur aus dem Stadtgebiet Gießen, sondern auch darüber hinaus kommen: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2143 Eintrittskarten vermittelt. Davon gingen 599 an Menschen aus dem Landkreis Gießen. Gleichzeitig wächst das Netzwerk der Kulturpartner außerhalb der Stadt kontinuierlich. Inzwischen beteiligen sich unter anderem der Kulturbahnhof Lollar, das Wohnzimmer Daubringen, das Music Forge Festival in Lich, der KuKuK Wettenberg, die Mediothek Lollar, das Papiertheater Kleine Auszeit in Buseck sowie das Wettenberger Sammelsurium Amateurtheater. „Wir wollen noch stärker auf die Menschen im Landkreis zugehen und sie einbinden“, sagt der Vorsitzende der Kulturloge, Dr. Fedor Weiser. Seit 2024 arbeitet die Kulturloge eng mit der Kulturförderung des Landkreises zusammen. Gemeinsam sollen weitere Kulturveranstalter aus dem Landkreis für das Projekt gewonnen und neue Angebote entwickelt werden. Förderung schafft Planungssicherheit „Das Zusammenspiel zwischen Kulturloge, Kulturförderung und weiteren Institutionen funktioniert hervorragend. Gemeinsam schaffen wir neue Zugänge zu Kultur für die Menschen im gesamten Landkreis“, sagt Anja Horstmann von der Kulturförderung Landkreis Gießen. Die Finanzierung der Geschäftsstelle wird von mehreren Partnern getragen: Der Landkreis Gießen beteiligt sich mit jährlich 12.500 Euro. Die Stadt Gießen unterstützt den Verein mit 10.000 Euro sowie der Bereitstellung der Büroräume in der Villa Leutert. Weitere 7500 Euro bringt der Verein selbst auf. Zuvor war die halbe Personalstelle über das Teilhabechancengesetz finanziert worden; diese Förderung lief 2024 aus. Meine News Die Gießener Kulturloge wurde 2011 gegründet und zählt heute rund 100 Mitglieder. Unter der Schirmherrschaft des Gießener Oberbürgermeisters Frank-Tilo Becher arbeitet der Verein mit etwa 60 Kulturveranstaltern aus Stadt und Landkreis zusammen. Die Gästeliste umfasst derzeit rund 750 Menschen, wöchentlich werden etwa 50 Eintrittskarten vermittelt. Wer die Arbeit der Kulturloge unterstützen möchte, kann bereits mit einer Mitgliedschaft von zwölf Euro im Jahr dazu beitragen, dass kulturelle Teilhabe unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten gelingt.

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