Milder Winter begünstigt Honigernte

Es ist ein gutes Jahr für die knapp 700 burgenländischen Berufs- und Hobbyimkerinnen und -imker. Die Honigernte ist fast abgeschlossen und fällt heuer besonders reichlich aus. Hauptgrund dafür ist die günstige Witterung im Frühling und Sommer.
Die heimischen Bienen sind heuer besonders stark in die Saison gestartet. Zurückzuführen ist das auf den milden Winter, so der Obmann des burgenländischen Bienenzuchtvereins Herbert Grafl. „Milder Winter heißt, die Bienen brüten früher, die Bienenmasse steigt an. Somit können sie schon mit der Frühlingsblüte sehr viel Nektar einbringen“. Das macht sich auch beim Ertrag bemerkbar. „Ich habe schon mit vielen Imkern gesprochen und sie haben alle gesagt, die Honigtöpfe sind voll. Sie haben schon Geräte anschaffen müssen, damit sie den ganzen Honig überhaupt lagern können“, so Grafl. Deutlich mehr Ertrag Standimkerinnen und Standimker ernten heuer durchschnittlich rund 20 Kilogramm Honig pro Bienenstock. Bei Wanderimkerinnen und Wanderimkern, die ihre Völker gezielt in besonders nahrungsreiche Gebiete bringen, sind es bis zu 35 Kilogramm, und damit bis zu dreimal so viel wie im Vorjahr. Im Burgenland gibt es rund 700 Hobby- und Berufsimkerinnen und -imker. In den 250 Völkern von Jungimker Alexander Küffer leben insgesamt mehr als 17 Millionen Bienen. Im Schnitt erntet Küffer jährlich 20 Kilogramm Honig pro Stock – heuer sind es 30 bis 40. Sorge, dass der heuer geerntete Honig verdirbt, müssen die Imkerinnen und Imker aber nicht haben. „Das ist ein riesiger Vorteil beim Honig. Der wird bei richtiger Lagerung eigentlich nie verderben, darum kann man schon profitieren von so Jahren und man hat Vorräte für schlechtere Jahre“, so Küffer.
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