Nie wieder trockener Kuchen: Der entscheidende Unterschied zwischen Umluft und Ober-/Unterhitze

Backöfen bieten diverse Einstellungen wie Ober-/Unterhitze und Umluft. Doch wann nutzt man welche Funktion für perfekte Ergebnisse? Erfahren Sie hier die entscheidenden Unterschiede.
Nie wieder trockener Kuchen: Der entscheidende Unterschied zwischen Umluft und Ober-/Unterhitze Uns auf Google folgenBacköfen bieten diverse Einstellungen wie Ober-/Unterhitze und Umluft. Doch wann nutzt man welche Funktion für perfekte Ergebnisse? Erfahren Sie hier die entscheidenden Unterschiede. Utopia.de – Der Ort für Nachhaltigkeit Dieser Artikel erscheint im Rahmen einer Kooperation mit Utopia.de, Deutschlands einflussreichster Medienmarke für Nachhaltigkeit. Die Utopia-Redaktion bietet unabhängig, kompetent und glaubwürdig Orientierung und Inspiration zu allen zentralen Fragen eines nachhaltigeren Lebens. So funktionieren Ober-/Unterhitze und Umluft Wärme im Backofen entsteht bei den Einstellungen Ober-/Unterhitze sowie Umluft stets durch Heizelemente. Im Umluft-Modus wird die erhitzte Luft zusätzlich von einem Ventilator im gesamten Garraum gleichmäßig verteilt. Die einzelnen Betriebsarten werden nachfolgend erläutert: - Oberhitze: Hierbei erfolgt die Erwärmung des Ofens primär durch Heizelemente, die im oberen Bereich, also in der Ofendecke, installiert sind. Dies bewirkt eine starke Konzentration der Wärme im oberen Garraumbereich. - Unterhitze: Im Gegensatz dazu strahlt die Wärme bei dieser Einstellung von Heizelementen ab, die sich im Boden des Ofens befinden. Folglich wird vorrangig der untere Bereich des Garraums erhitzt. - Ober-/Unterhitze: Bei dieser Standardfunktion werden die oberen und unteren Heizelemente gleichzeitig aktiviert, um eine umfassende Wärmeentwicklung zu gewährleisten. - Umluft/Heißluft: Bei Umluft sorgt ein an der Ofenrückwand platzierter Ventilator für die Zirkulation der Luft. Die Erwärmung der aufgewirbelten Luft erfolgt in einigen Geräten durch die oberen und unteren Heizstäbe. Andere Backöfen verfügen über ein ringförmiges Heizelement, das direkt hinter dem Ventilator integriert ist – in diesem Fall wird die Betriebsart oft als Heißluft bezeichnet. - Grillfunktion: Ergänzend zu den grundlegenden Heizarten besitzen einige Backöfen zusätzlich eine Grillfunktion. Die Symbole des Backofens verstehen Die vielfältigen Heizarten Ihres Backofens erkennen Sie an den spezifischen Symbolen auf dem Bedienfeld. Der Garraum wird dabei stets durch ein stilisiertes Viereck dargestellt. - Oberhitze: Ein waagerechter Strich im oberen Bereich des Vierecks symbolisiert diese Einstellung. - Unterhitze: Ein entsprechender waagerechter Strich im unteren Teil des Vierecks kennzeichnet die Unterhitze. - Ober-/Unterhitze: Zwei waagerechte Striche, einer oben und einer unten im Viereck, stehen für die Kombination aus Ober- und Unterhitze. - Umluft mit Ober-/Unterhitze: Dieses Symbol kombiniert die beiden waagerechten Striche mit einem stilisierten Ventilator. - Heißluft: Ein Ventilator, der von einem Kreis umschlossen ist, repräsentiert die Heißluftfunktion, die durch ein Ringheizelement hinter dem Ventilator erzeugt wird. - Grill: Eine gezackte Linie oder mehrere Dreiecke im oberen Bereich des Vierecks weisen auf die Grillfunktion hin. Wann Sie Ober-/Unterhitze einsetzen sollten Die Einstellung Ober-/Unterhitze ist für eine Vielzahl von Rezepten nutzbar. Eine wichtige Ausnahme bildet jedoch die gleichzeitige Zubereitung mehrerer Bleche im Ofen. Sind beispielsweise drei Bleche im Garraum, könnte die Oberfläche des obersten Gerichts bereits durch sein und die Unterseite des untersten fertig gegart, während die Speise auf dem mittleren Blech noch unzureichend zubereitet wäre. Sie können Ober- und Unterhitze auch separat verwenden. Insbesondere die Unterhitze eignet sich hervorragend, um bei Speisen wie Flammkuchen oder Pizza einen ausgesprochen knusprigen Boden zu erzielen. Abhängig von der benötigten Garzeit des Belages haben Sie die Möglichkeit, die Oberhitze später hinzuschalten. Es ist ratsam, das Backblech hierfür auf die unterste Schiene des Ofens zu positionieren. Umgekehrt ist die Oberhitze ideal, um Aufläufen oder Brot am Ende des Backvorgangs eine ansprechende Kruste zu verleihen. Umluft: Eine energieeffiziente Option Zahlreiche Rezepturen, die Angaben zu Backzeiten und Temperaturen für Ober-/Unterhitze enthalten, lassen sich ebenso mit Umluft oder Heißluft zubereiten. Reduzieren Sie hierbei die Temperatur um etwa 20 Grad. Zudem kann sich die benötigte Garzeit gegebenenfalls um einige Minuten verringern. Im Gegensatz zur Ober-/Unterhitze ist Umluft auch dann effektiv, wenn Sie mehrere Backbleche gleichzeitig im Ofen nutzen. Des Weiteren entfällt das Vorheizen des Backofens, da der Ventilator die von den Heizelementen erwärmte Luft rasch und wirkungsvoll verteilt. Dadurch können Sie mit der Umluftfunktion Energie einsparen. Wann Ober-/Unterhitze die bessere Wahl ist Der intensive Heißluftstrom birgt jedoch das Risiko, dass die Oberfläche des Garguts rasch austrocknet. Aus diesem Grund ist Umluft für die nachstehenden Speisen tendenziell ungeeignet: - Kuchen aus Rührteig oder Biskuit, sowie Muffins - Aufläufe mit vorwiegend trockenen Bestandteilen - Fleisch und Fisch (sofern nicht in geschlossenen Behältern gegart) Hingegen ist Umluft bestens geeignet für knuspriges, eher trockenes Gebäck oder sehr feuchtigkeitsreiche Gerichte wie: - Plätzchen - Mürbe- oder Blätterteig - Kleingebäck wie Brötchen - Käse-, Obst- oder Gemüsekuchen - Gemüseauflauf mit hohem Wassergehalt Es ist jedoch zu beachten, dass Backöfen individuell variieren und auch die gewählte Temperatur sowie die Art der Backform eine Rolle spielen. Folglich lässt sich nicht pauschal für jede Speise festlegen, welche Ofeneinstellung optimal ist. Die Meinungen gehen beispielsweise bei der Zubereitung von Brot, Baiser und Aufläufen auseinander. Es empfiehlt sich daher, selbst zu erproben, wann Ober-/Unterhitze zu überzeugenderen Resultaten führt und wann Umluft.
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