Tag der Rekordrunden bei British Open

Mit einem eingestellten Rekord hat der Australier Lucas Herbert die Führung bei den 154. British Open übernommen. Der 30-Jährige benötigte in Southport ebenso wie Sam Burns am zweiten Tag lediglich 62 Schläge. Das bedeutete die niedrigste Runde, die je bei einem Major-Turnier im Herren-Golf gespielt wurde. Sepp Straka ist weiter im Vorderfeld zu finden, für Bernd Wiesberger ist das Turnier hingegen vorbei.
Der Südafrikaner Branden Grace hatte den Rekord 2017 als Erster aufgestellt. Seitdem wurde die Marke mehrfach erreicht. Herbert blieb acht Schläge unter dem Platzstandard von 70 Schlägen. Der alleinige Rekord von 61 Schlägen war zum Greifen nahe, wurde jedoch durch ein Bogey am letzten Loch vereitelt. Dennoch verbesserte sich der Weltranglisten-98. um 38 Plätze und setzte sich an die Spitze. Nach vorne katapultiert hat sich auch Burns. Der Weltranglisten-18. aus den USA verbesserte sich mit seiner 62er-Runde nach einer 73-Runde zum Auftakt um exakt 100 Ränge auf Platz sechs. Zwei Schläge mehr als der Führende benötigte der zweitplatzierte Jackson Suber, der nach dem ersten Tag geführt hatte. Ursprünglich an zweiter Stelle gelegen war Bryson DeChambeau, doch der US-Amerikaner bekam nachträglich zwei Strafschläge aufgebrummt, weil er am fünften Loch neben das Fairway geschlagen hatte und das hohe Gras auf der Suche nach einer guten Abschlagposition niedertrampelte. Er hatte zwar nicht die Lage des Balles verändert, sich aber laut Regelhüter eine bessere Position für seinen Schwung verschafft. Straka mit Par-Runde, Wiesberger verpasst Cut Für die Österreicher lief der Freitag im Royal Birkdale Club unterschiedlich. Straka spielte mit 70 Schlägen eine Par-Runde. Mit insgesamt zwei unter Par liegt Österreichs Nummer eins damit auf Position 25. Eine bessere Position vergab er mit einem Bogey am 18. Loch. Dem von Platz 13 gestarteten Straka gelangen auf dem staubtrockenen Dünenkurs nördlich von Liverpool zwei Birdies, am dritten und am letzten Loch musste er aber Schlagverluste hinnehmen. „Den Cut zu schaffen ist immer super. Spielerisch war es heute aber wirklich nicht gut. Mit dem Score bin ich trotzdem ziemlich zufrieden“, so Straka. Seine langen Schläge seien ihm nicht wie zum Auftakt geglückt. „Das kurze Spiel war der Grund, dass ich eine gute Runde zusammengebracht habe“, meinte Straka und ergänzte: „Hoffentlich kann ich den Ball am Wochenende ein bisschen besser treffen.“ Während Straka sechs Schläge auf Leader Herbert fehlen, rutschte Wiesberger durch eine 71er-Runde von der geteilten 60. Position mit insgesamt zwei über Par als geteilter 79. um einen Schlag hinter die Cut-Linie zurück. Während er auf der „back nine“ durchwegs Par spielte, ging es beim 40-Jährigen auf der „front nine“ ziemlich turbulent zu: Vier Bogeys standen drei Birdies gegenüber. McIlroy hält sich im Turnier Der sechsfache Major-Champion Rory McIlroy aus Nordirland meldete sich hingegen erfolgreich zurück. Der Weltranglistenzweite überstand nach einer 72 zum Auftakt dank einer 67er-Runde den Cut und wird auch an diesem Wochenende weiter im Einsatz sein. Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Scottie Scheffler aus den USA brauchte auch am zweiten von vier Turniertagen 68 Schläge und ist geteilter Achter.
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