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Thomas Hermanns lehnt Rolle in Roland-Kaiser-Musical ab: „Das möchte ich nicht sehen”

Thomas Hermanns lehnt Rolle in Roland-Kaiser-Musical ab: „Das möchte ich nicht sehen”
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Ein Musical mit den größten Hits von Roland Kaiser ist geplant – doch Thomas Hermanns wollte daran nicht arbeiten. Der Regisseur erklärt, warum ihn das Konzept nicht überzeugt hat.

In der WDR-Sendung „Kölner Treff“ spricht Thomas Hermanns, der früher den „Quatsch Comedy Club“ moderiert hat, über seine Verbindung zum Theater und seine bisherigen Musical-Projekte. Als Moderator Micky Beisenherz ihn auf eine mögliche Bühnenfassung mit den Liedern von Roland Kaiser anspricht, reagiert der Comedian mit einem Lachen. Das Projekt sei bereits in Arbeit, erklärt Hermanns – selbst habe er es jedoch nicht umgesetzt. „Also, sagen wir so, ich weiß, es kommt, es ist schon in Arbeit. Ich hatte es auch mal auf dem Tisch und ich muss sagen, da fiel mir nichts zu ein, weil das war einfach, jedes Lied war Sex oder Alkohol“, sagt Hermanns. Der Theaterwissenschaftler habe Schwierigkeiten gehabt, aus den Liedern eine passende Geschichte für die Bühne zu entwickeln. Den Machern des Musicals wünscht er dennoch Erfolg – wenn auch mit sarkastischen Unterton: „Also die Autoren, die es jetzt gemacht haben, ich wünsche toi, toi, toi, 'die sensiblen Gefühle bei sieben Fässer Wein', toi, toi, toi.“ „Warum hast du nicht nein gesagt“ bereitet Hermanns Probleme Besonders ein Song aus Roland Kaisers Repertoire sorgt bei Hermanns für Skepsis. Als Susan Link das Duett „Warum hast du nicht nein gesagt“ mit Maite Kelly erwähnt, bezeichnet er das Lied als schwierige Vorlage für ein Musical. „Dieses Lied ist für mich sowieso sehr, sehr schwierig. Ich möchte die Szene auch nicht sehen. Und auch als er ihre Jugend in den Händen hielt, das möchte ich auch nicht vertanzt haben“, erklärt Hermanns. Roland Kaisers Lieder sorgen immer wieder für Diskussionen Dass Hermanns’ Einschätzung nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Blick auf einige der bekanntesten Titel von Roland Kaiser. Viele seiner Lieder drehen sich um verbotene Liebe, Affären und komplizierte Beziehungskonstellationen. Besonders deutlich wird das bei „Warum hast du nicht nein gesagt“, dem Duett mit Maite Kelly aus dem Jahr 2014. Der Song erzählt von zwei Menschen, die trotz bestehender Beziehungen einer gegenseitigen Anziehung nachgeben. Auch der Titel „Du, deine Freundin und ich“ sorgte für Diskussionen unter Schlagerfans. Das Lied wurde 2023 als Single ausgekoppelt und greift eine ungewöhnliche Dreiecksbeziehung beziehungsweise das Thema Polyamorie auf. Während einige Fans den modernen und mutigen Ansatz lobten, gab es auch kritische Stimmen, die mit der ungewöhnlichen Liebeskonstellation wenig anfangen konnten. Auch Atze Schröder hat bereits Roland Kaisers Songtexte kritisiert. Ein Bericht über ein Kaiser-Konzert beschreibt ebenfalls, dass seine Texte häufig mit verbotenen Beziehungen, Verführung und heimlichen Begegnungen spielen. Gerade diese Mischung aus Schlager-Romantik und unterschwelliger Erotik gehört seit Jahren zu seinem Image.

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