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Tierärzte warnen: - Hunde mit verkürzter Schnauze kollabieren häufig

Tierärzte warnen: - Hunde mit verkürzter Schnauze kollabieren häufig
Source:krone

Hunde mit verkürzter Schnauze leiden massiv für ihr niedliches Aussehen. So schnarchen sie etwa und haben Atem-, Schluck- und Verdauungsstörungen, heißt es in einer Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Hunde mit verkürzter Schnauze leiden massiv für ihr niedliches Aussehen. So schnarchen sie etwa und haben Atem-, Schluck- und Verdauungsstörungen, heißt es in einer Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darin befragten die beiden Veterinärmedizinerinnen Marlene Hebenstreit und Svenja Springer vom Messerli Forschungsinstitut 317 praktizierende Kolleginnen und Kollegen über ihre Erfahrungen. Es ging um Hunde mit angezüchteter „Kurzköpfigkeit“ (Brachyzephalie) und deren Besitzerinnen sowie Besitzer. Demnach werden diese Hunde, beispielsweise Möpse und Bulldoggen, gezüchtet, weil manche Menschen ihr Kindchenschema-Antlitz mit kurzer Schnauze, großer Stirn und Kulleraugen „possierlich“ finden. Das beschere den Vierbeinern aber viele medizinische Probleme. Fast alle solchen Hunde, die in ihre Praxen kamen, hatten Atemprobleme (knapp 100 Prozent), schnarchten, konnten Hitze schlecht aushalten, waren körperlich geschwächt (je 99 Prozent), hatten Verdauungs- und Schluckprobleme sowie Sauerstoffmangel im Blut (je 97 Prozent). Auch eine erhöhte Körpertemperatur (95 Prozent) kam häufig vor, zudem kollabierten die Tiere wiederholt (88 Prozent) und litten unter Schlafstörungen (82 Prozent). Empfehlen Operation Die Beschwerden könnten mit Operationen gelindert werden. Allerdings würden das die Besitzerinnen und Besitzer selten geschehen lassen, heißt es. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der operativen Korrektur. Sie zielen auf eine Reduktion des Atemwiderstandes ab“, sagte Hebenstreit. So könnten zum Beispiel die Nasenlöcher und der Nasenvorhof erweitert und überschüssiges Gewebe am Gaumensegel entfernt werden. Es sei auch möglich, den Zungengrund auszudünnen und fehlgebildete Nasenmuscheln zu verkleinern. In manchen Praxen wurde jeder hundertste kurzschnäuzige Patient operiert, in manch anderen war es hingegen jeder dritte. Die Hauptgründe gegen solche Eingriffe sind die finanziellen Kosten und Zweifel der Besitzerinnen und Besitzer an der Notwendigkeit. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „BMC Veterinary Research“ veröffentlicht.

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