Politics·

"Unsterblich"-Hooligan am 13. August vor Gericht

"Unsterblich"-Hooligan am 13. August vor Gericht
Source:sn

Wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz muss sich am 13. August ein Mitglied der rechtsextremen Hooligan-Gruppe "Unsterblich Wien" der Wiener Austria vor Gericht verantworten. Der Mann soll mehrfach mit einer Lederkutte aufgetreten sein, auf der einschlägige Symbolik abgebildet war. Außerdem fanden Ermittler bei ihm quasi die ganze Palette an NS-Propagandamaterial, von einem Sticker mit dem Spruch "Ein Volk, Ein Reich, Ein Führer" bis zu einem "White Power"-T-Shirt.

"Unsterblich"-Hooligan am 13. August vor Gericht Wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz muss sich am 13. August ein Mitglied der rechtsextremen Hooligan-Gruppe "Unsterblich Wien" der Wiener Austria vor Gericht verantworten. Der Mann soll mehrfach mit einer Lederkutte aufgetreten sein, auf der einschlägige Symbolik abgebildet war. Außerdem fanden Ermittler bei ihm quasi die ganze Palette an NS-Propagandamaterial, von einem Sticker mit dem Spruch "Ein Volk, Ein Reich, Ein Führer" bis zu einem "White Power"-T-Shirt. Lesedauer: 1 Minute Bei Auswärtsspielen der Wiener Austria, u.a. in der Südstadt sowie im Klagenfurter Wörthersee-Stadion, soll der junge Mann mit einer Kutte, auf deren Rückseite ein der SS-Division "Totenkopf" nachempfundener Totenkopf zu sehen war, aufgetreten sein. Auf der Vorderseite zu sehen war eine Fahne, die der Reichskriegsflagge zur Zeit des Nationalsozialismus nachempfunden ist. Dabei waren statt des Hakenkreuzes die Buchstaben FAK (Abkürzung des Fußballklubs Austria Wien) und statt des Eisernen Kreuzes ein weißes Kreuz auf rotem Grund abgebildet. Die übrigen Segmente waren in violett statt rot gehalten. Der Name "Unsterblich" war ebenfalls auf der Kutte festgehalten. SS-Bierdeckel und Hitlergrüße Außerdem fand man bei ihm eine Vielzahl an Propagandamaterial, das er "zum Zweck der Verbreitung dieses Gedankenguts ansammelte und besaß", so die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift. Darunter etwa mehrere Bierdeckel und Sticker, auf denen wieder der Totenkopf abgedruckt war. Außerdem besaß er mehrere Sticker mit abgeändertem Reichsadler des Nationalsozialismus, wobei dieser jeweils statt des Hakenkreuzes unterschiedliche Logos in den Fängen hält. Auf dem Handy des jungen Erwachsenen fanden die Ermittler ebenso zahlreiche einschlägige Abbildungen. 68-mal das Hakenkreuz, 36-mal den SS-Totenkopf, 136-mal die "Schwarze Sonne" und 15-mal die Doppel-Sig-Rune etwa. Auch Fotos von Kleidungsstücken mit SS-Totenkopf und Bilder von Männern mit diversen nationalsozialistischen Tätowierungen hatte er abgespeichert. Auf einem Bild waren auch mehrere Personen dabei abgelichtet, wie sie den Hitlergruß zeigen. Umfassende Ermittlungen Der Prozess ist das Ergebnis umfassender Ermittlungen der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst gegen "Unsterblich Wien". Ermittelt wurde, weil Anhänger der Gruppierung seit November 2021 immer wieder öffentlichkeitswirksam mit Lederkutten auftraten, auf denen sich stilisierte NS-Symbole befanden. Im September 2023 wurden bei 13 Verdächtigen Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durchgeführt und dabei zahlreiche NS-Devotionalien festgestellt. Zumindest eine weitere Anklage liegt bereits vor. Ein 41-Jähriger, den die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) zu den "engsten Vertrauten" des verurteilten Neonazis Gottfried Küssel zählt, wird sich ebenfalls bald vor Gericht verantworten müssen. Prozesstermin gibt es allerdings noch keinen, sagte Gerichtssprecherin Christina Salzborn auf APA-Anfrage. "Unsterblich Wien" ist ein ehemaliger Fanclub der Wiener Austria. Im Rahmen einer Adaptierung des Maßnahmenkataloges gegen Radikalismus und Antisemitismus des Vereins wurden bereits 2013 alle namentlich bekannten Mitglieder und Unterstützer der Vereinigung mit Hausverboten belegt. Der Gruppierung wurde zudem der Fanclub-Status entzogen, und sie wurde aus dem Verein ausgeschlossen. Gegen mehrere Mitglieder gelten derzeit österreichweite Stadionverbote. (Quelle: APA)

This is a summary. Read the full article at the original source.

Read full article at sn