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„Wäre fatal gewesen, nur Süd zu belegen”: So viel bringt PV auf der Nordseite

„Wäre fatal gewesen, nur Süd zu belegen”: So viel bringt PV auf der Nordseite
Source:chip

Auf den ersten Blick wirkt die Maßnahme wenig sinnvoll, doch sie kann die Solarstrom-Ausbeute deutlich erhöhen. Besonders auf Dächern mit geringer Neigung zahlt sich die zusätzliche Belegung häufig stärker aus als erwartet.

Photovoltaik bringt am meisten Ertrag, wenn die Module nach Süden ausgerichtet sind. Da sind sich Besitzer von Solaranlagen und Experten einig. Schließlich bewegt sich die Sonne über Süden von Ost nach West. Die Nordseite bekommt keine direkte Sonnenstrahlung ab. Dennoch lohnt es sich in vielen Fällen trotzdem, die Nordseite mit Solarmodulen auszustatten – wie das Beispiel eines Facebook-Nutzers beweist. Kleines Kraftwerk - Anzeige Kleines Kraftwerk Flexible Module - 4–8 leistungsstarke Flexmodule mit TOPCon-Technologie - Ultraleicht & ultradünn: 4,5 kg & 0,3 cm dünn - Ohne Werkzeug installieren - Bis zu 213 Grad biegbar Bastian erzeugt über 12.000 kWh Solarstrom in einem Jahr In der privaten Facebook-Gruppe „Photovoltaik“ erklärt Bastian H bereits im Frühjahr 2023, dass die Module auf der Nordseite einen erheblichen Teil zum Jahresertrag seiner Anlage beitrugen. Auf dem Gebäude ist eine 13,5 Kilowatt-Peak-Anlage installiert. Annähernd die Hälfte der Module liegt auf der Nordseite. Der Rest befindet sich auf der nach Süden ausgerichteten Dachfläche. Das Dach besitzt eine Neigung von 26 Grad. Und der Ertrag kann sich sehen lassen: Innerhalb eines Jahres produzierte die Anlage 12.100 Kilowattstunden Strom. Daraus ergibt sich ein Verhältnis von knapp 900 kWh pro Kilowatt Peak. Der Nutzer H. vermutet, dass er mit einer reinen Südbelegung ein Verhältnis von 1.000 kWh/kWp erreicht hätte. Den Unterschied bewertet er als „so was von gering“ und schließt daraus, dass es fatal gewesen wäre, nur die Südseite zu belegen. Schließlich erzeugt die Nordseite an bewölkten Tagen fast genauso viel Strom wie die Südseite. Dies belegt der Nutzer mit einer beispielhaften Grafik zum Tagesertrag bei bedecktem Himmel. chip newsletter CHIP ePower-Newsletter Einmal pro Woche alles rund um die besten E-Autos, E-Bikes und Wärmepumpen sowie die besten Stromquellen: Ökostromanbieter, Balkonkraftwerke und Solaranlagen. Mit Tests, Ratgebern und Kaufberatungen führen wir Sie durch die Energiewende. Solaranlage: Wann sich die Nordseite lohnt In den Kommentaren des Beitrags finden sich auch andere Solaranlagen-Besitzer, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die Mehrkosten für die Belegung der „schlechteren“ Seite sind in der Regel gering. Eine Nutzerin schreibt dazu: „Bei uns hat die Nordseite (ohne Module, die Kosten sind ja immer gleich) nur 1.000 Euro mehr gekostet.“ Dadurch produziert sie nach eigenen Angaben aber ganztägig und frühmorgens schon „richtig viel Strom“. Vor allem für flache Dächer lohnt sich die Nordbelegung. Je steiler die Dachfläche, desto länger stehen die Module im Schatten. Grundsätzlich erzeugt die Nordseite aber effektiv weniger Strom. Dennoch kann es sich lohnen, die Modulfläche auf dem gesamten Dach zu erweitern. Damit erhöht sich die Stromerzeugung an bewölkten Tagen maßgeblich. So sehen das auch Solar-Experten.

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