Weber holt Speer-Titel - Bebendorf nach Sturz noch Meister

Julian Weber bleibt bester deutscher Speerwerfer und zieht mit einer Legende gleich. Hindernisläufer Karl Bebendorf stürzt und siegt noch, Weitspringer Simon Batz sorgt für ein Glanzlicht.
Bochum (dpa) Julian Weber bleibt bester deutscher Speerwerfer und zieht mit einer Legende gleich. Hindernisläufer Karl Bebendorf stürzt und siegt noch, Weitspringer Simon Batz sorgt für ein Glanzlicht. Speerwerfer Julian Weber hat sich seinen sechsten deutschen Meistertitel in Serie geholt und damit mit Legende Klaus Wolfermann gleichgezogen. Der Olympiasieger von München 1972 war zwischen 1969 und 1974 sechsmal nacheinander bundesdeutscher Meister. Weber siegte bei den deutschen Leichtathletik-Titelkämpfen in Bochum mit 82,60 Metern und absolvierte nur vier Versuche. Der 31 Jahre alte Mainzer war nach verschiedenen gesundheitlichen Problemen erst kürzlich in die Saison eingestiegen. Der ehemalige Europameister peilt bei der am 10. August in Birmingham beginnenden EM eine Medaille an. Zweiter wurde Nick Thumm vom VfB Stuttgart mit 81,45 Metern. Lediglich Rang vier belegte mit 79,12 Metern Thomas Röhler, der Olympiasieger von 2016. Der 34-Jährige aus Jena hatte sich nach vielen Verletzungen und Rückschlägen in dieser Saison zuletzt so gut in Form wie lange nicht mehr präsentiert. Bebendorf setzt Titelserie trotz Sturz fort Der Titel über 3.000 Meter Hindernis ging zum siebten Mal an den Dresdner Karl Bebendorf, obwohl er gut vier Runden vor Schluss ohne Fremdeinwirkung stolperte und stürzte. «Ich bin schnell wieder aufgestanden, und dann gab es nur noch eine Richtung», sagte Bebendorf. Der EM-Dritte von 2024 gewann vor 14.000 Zuschauern im ausverkauften Wattenscheider Lohrheidestadion noch souverän in 8:21,01 Minuten. Das Duell mit seinem größten Kontrahenten Frederik Ruppert fiel allerdings aus. Der Europarekordler hatte sich für einen Start über 5.000 Meter entschieden. «Wir sind sehr, sehr gut befreundet. Das ist der Grund, warum wir uns eher meiden», erklärte Bebendorf. Batz springt auf 8,29 Meter Im Weitsprung sorgte Simon Batz für einen Höhepunkt. Der Titelverteidiger steigerte seine persönliche Bestleistung auf starke 8,29 Meter. «Unfassbar, bei den deutschen Meisterschaften so was zu springen», sagte Batz.
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