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„Wie im Formel-3-Auto”, spöttelt gelangweilter Verstappen nach Spa-Qualifying

„Wie im Formel-3-Auto”, spöttelt gelangweilter Verstappen nach Spa-Qualifying
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Max Verstappen will zwar nicht ständig Kritik an der Formel 1 üben, doch die schmerzhafte Erfahrung in Spa bringt ihn zu einem Vergleich mit der Formel 3.

Schon vor dem Rennwochenende in Spa-Francorchamps wurde erwartet, dass der Kurs in den Ardennen eine der anspruchsvollsten Strecken in Bezug auf das Energiemanagement sein würde. Laut vielen Fahrern im Grid hat das Qualifying, das Kimi Antonelli die Pole Position einbrachte, genau das bestätigt. Fernando Alonso hatte bereits erklärt, dass das Hauptproblem im zweiten Sektor liegt, wo die Fahrer weitgehend ohne den Einsatz der MGU-K und somit ohne elektrische Leistung auskommen müssen. Max Verstappen: „Wie Formel-3-Auto mit Abtrieb eines Formel-1-Autos“ Eine Folge davon ist eine schmerzhafte Erfahrung durch Pouhon, die schnelle Doppel-Linkskurve. In den vergangenen Jahren mussten die Fahrer dort ans absolute Limit gehen, doch laut Max Verstappen sieht das jetzt ganz anders aus. Der viermalige Weltmeister, der sich als Zweiter qualifizierte, drückte es so aus: „Den größten Teil von Sektor zwei fährt man nur mit dem Verbrennungsmotor. Was ist das? 450, 500 PS, so um den Dreh – was, wie ich schätze, mehr oder weniger dem entspricht, was ein Formel-3-Auto hat, aber eben mit dem Abtrieb eines Formel-1-Autos. Man kann sich also vorstellen, dass es natürlich nicht besonders aufregend zu fahren ist.“ Wenn sie rein mit dem Verbrennungsmotor und ohne den Einsatz der MGU-K laufen, leisten die aktuellen Antriebseinheiten der Formel 1 rund 540 PS. Die in der Formel 2 eingesetzten Mecachrome-Motoren leisten rund 620 PS, was bedeutet, dass den Formel-1-Fahrern im mittleren Sektor von Spa tatsächlich weniger Leistung zur Verfügung steht. Verstappen will nicht ständig auf Formel-1-Regeln schimpfen Der Vergleich mit der Formel 3 ist allerdings nicht ganz exakt, da diese Autos laut offiziellen Angaben rund 380 PS leisten. Verstappen fügte hinzu, dass er die 2026er-Regeln lieber nicht jede Woche kritisieren wolle, nicht zuletzt, weil er das Gefühl hat, dass seine Meinung in der Formel 1 nicht von jedem geschätzt wird: „Ehrlich gesagt möchte ich nicht hier sitzen und mich schon wieder beschweren, weil mich wahrscheinlich draußen vor der Tür jemand erschießen wird“, scherzt er. „Ich stelle mich mental einfach darauf ein und versuche, das Beste daraus zu machen, auch wenn es nicht das ist, was ich mag, und nicht das, was ich in der Formel 1 liebend gerne tue. Aber ja, ich kann mich auch zu Hause hinsetzen und gar nichts fahren, aber das bringt auch nichts, also gebe ich einfach mein Bestes.“ Verstappen war nach dem Qualifying längst nicht der Einzige, der Kritik äußerte. Er erhielt Unterstützung von Carlos Sainz, aber auch von beiden McLaren-Fahrern. Wenn Kurven zu Geraden werden: „Es ist ein anderes Spa“ „Pouhon ist ziemlich übel. Es ist wahrscheinlich treffender, es jetzt als Knick in der Geraden zu bezeichnen, weil es keine Kurve mehr ist“, sagte Oscar Piastri. „Es ist schade, denn es war schon immer eine großartige Kurve, und für mich persönlich war es auch immer eine gute Kurve. Es ist seltsam, wenn man sieht, wie anders die Dinge dieses Jahr sind und auch, wie viel Leistung man am Kurvenausgang hat. Sich darauf einzustellen, ist ziemlich hart. In gewisser Hinsicht war es definitiv anspruchsvoller, aber es ist ein ziemlich anderes Spa als in den vergangenen Jahren.“ Verstappen beschreibt es sogar als eine völlig andere Strecke: „Es ist nicht nur Pouhon, es ist die gesamte Strecke. Es ist ein anderes Spa, aber ja, ich stelle mich mental darauf ein.“ Von Ronald Vording, Übersetzung: Norman Fischer

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